[Drehbuch] In tiefer Stille

  • Hallo, liebe Forenmitglieder,


    ich möchte Euch mal ein Drehbuch vorstellen, das ich geschrieben habe. Ich schreibe hobby-mäßig Drehbücher, seit einigen Jahren.

    Immer wenn mir mal eine Idee kommt. Ich stelle es hier einfach mal vor. Feedback ist natürlich erwünscht. Vielleicht findet das Kurzfilmdrehbuch

    ja gefallen.


    Viel Spaß beim Lesen.


    Titel: In tiefer Stille


    Slogan: Wenn aus Kameraden Feinde werden. Verloren in der Fremde. In einem Land fern der Heimat, wird die Kameradschaft einer Gruppe hart auf die Probe gestellt.


    Länge: 15 Seiten


    Genre: Kriegsdrama


    Beschreibung: "Während des Zweiten Weltkriegs irrt ein versprengter Trupp Soldaten durch einen der endlosen Wälder Osteuropas.

    Je weiter sie sich in der Einsamkeit verlieren, desto brüchiger wird der Zusammenhalt. Als schließlich die Autorität schwindet und Chaos

    die Oberhand gewinnt, nimmt die Geschichte einen grausamen Verlauf..."

  • Na das ist ja eine Blutoper !!

    Scheinbar sind solche Filme (siehe die anderen Beispiele) jetzt in Mode.

    Von den Dialogen und den Typen sehr lebensnah gemacht... und sehr ausführlich beschrieben.

    Du weisst aber schon, daß Deine Copyrightvermerke für die Katz sind, weil jedermann Kann sich den Text downloaden.

    Ich hatte nicht gerechnet, daß Du sowas öffentlich einstellst

    Denn man hätte technisch gesehen verhindern können, daß Aussenstehende Zugan dazu haben

    Nicht mal meine Mitspieler habe je das ganz Textbuch lesen können...


    mfg aus Wien

    Alfred

  • Danke für Deine Worte und dass Du es gelesen hast.


    Ja, es ist brutal. Es sollte auch so sein, münden in eine Selbstzerstörung. Die Bösen zerfleischen sich am Ende selbst. Nur derjenige, der kein Kriegsverbrechen begangen hat, der überlebt... Ein Hauch von einem Western zum Schluss, wenn sie zu den Waffen greifen...


    Wenn ich‘s könnte, würde ich‘s selbst umsetzen. Drehorte wären vorhanden. Sogar das alte Bauernhaus.


    Falls es jemand haben möchte, auch abändern, hätte ich nicht‘s dagegen.


    In Mode sind sie unbedingt nicht. Allerdings gibt es solche WW2-Kurzfilme auf YouTube sehr viele davon. Mitunter sind sie auch beliebt. Es gibt sogar Serien von. Ich hatte die Idee mal und rausgekommen ist dieses Drehbuch.


    Ich weiß das mit dem Copyright. Auch das man dadurch Ideen preisgibt. Ich werde nicht jünger und das letzte Hemd hat bekanntlich keine Taschen. Und wie schon gesagt, ich schreibe aus Spaß und dieses hier ist ja ein Forum für Amateurfilmer. Da ist das Kurzfilmdrehbuch ganz gut aufgehoben.

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  • Soweit ichs seh wurde es schon 3 mal heruntergeladen.

    Ich kann sowas nicht dregen - übrigens auch nicht den blinden Himmel.

    Mich erinnert er (entfernt) an einen Kurzfilm, den ich einst bei der Viennale als junger Bursche gesehen habe (ich hab keine Ahnung wie ich dorthin gekommen bin, vielleicht wollte ich mich informieren was denn so gemacht wird am Amateurfilmsektor.

    Der Film war in SW (komischerweise habei ich DEINEM Drehbuch auch in SW gesehen - wo das gar nichr verlangt war - eigenartig)

    Und es befanden sich ein paar düster dreinblickend Burchen auf einem offenen Lastwagen (so hab ich es wenigesten in Erinnerung)

    zusätzlich waren da ein paar derbe eher heitere Typen, die die traurigen immer wieder zum Lachen aufforden wollten.

    Erst am Ziel angelangt wurde klar, daß es sich um ein Hinrichtungkommando handelt. MAn stellt die "traurigen" an die Wand uund erschoss sie.

    Danach machte sich das Hinrichtungkommando guter Dinge - unter Lachen und Scherzen wieder auf den Heimweg.

    Wenn ich mich richtig erinnere, war der Ton nachsynchronisiert, denn Tonaufnahmen waren damals mehr oder weniger den Profi-Filmemachern vorbehalten

    mmerhin-

    Es wurden dort mehrere Kurzfilme gezeigt - und es ist der einzige an den ich mich erinnern kann - Der ging unter die Haut


    mfg aus Wien

    Alfred

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  • Das hat ja nichts mit Geschmack zu tun.

    Es ist auf seine Art durchaus überzeugend - Aber auch von der Besetzung und von der "Ausstattung" (Uniformen) sehr anspruchsvoll. Du braucht - trotz der Brutalität sehr ausdrucksvolle Darsteller um überzeugend zu sein.


    mfg aus Wien

    Alfred

  • Ja, das stimme ich Dir zu.


    An Uniformen würde man schon dran kommen. Die könnte man auch leihen. Es gibt sogar Shops, wo man wirklich gute Repliken kaufen kann.


    Es gibt im Drehbuch unschöne Wörter und schlimme Szenen. Sie waren aber nun einmal notwendig für diese Story. Krieg ist grausam, sinnlos, empörend und verabscheuungswürdig.


    Aber ich verstehe, wenn es einem nicht gefällt.

  • 7River

    Dein Drehbuch In tiefer Stille gefällt mir und wäre als Kurzfilm (ca. 35min) durchaus realisierbar. Die Traumsequenzen 10 bis 12 würden aber allein schon mehrere Drehtage beanspruchen, wenn man es richtig machen will (Rollenbesetzung mit erfahrenen Darstellern vorausgesetzt). Zwischen diesen Traumsequenzen muss Müller eingeblendet werden, wie er im Schlaf immer wieder wegen der schrecklichen Szenen katarisch zusammenzuckt.


    Gut geschriebenes Drehbuch - hat aber ein paar Ungereimtheiten.

    → Warum sieht Müller (Bild 15) vor seinem Inneren Auge, wie er müde eingeschlafen ist. An der Stelle würde ich z.B. Bild 17 (Kunz hält Müller ein Messer an den Hals) nochmal kurz einblenden.

    → Bild 21 - Woher hat Schley plötzlich einen Karabiner. In Bild 4 tragen die Soldaten eine Winteruniform, einen Stahlhelm, Sturmgepäck/Tornister sowie eine Schusswaffe. Müsste also in Bild 4 noch ergänzend erwähnt werden.


    Würde allerdings empfehlen, einige Szenen im Drehbuch nochmal etwas dramaturgisch an-zu schärfen. Hier ein Beispiel als Anregung ;-)


    17 AUSS. WALD - TAG


    König, Müller, Kunz und Schley stehen kreisförmig um ihrem leblosen Kameraden Fromm. Schley tritt ihn mit dem rechten Fuß ein paar mal in die Seite. Kunz bückt sich und befühlt Fromms Halsschlagader.


    KUNZ

    (süffisant)

    Der ist Mausetot!



    SCHLEY

    (hämisch grinsend)

    Schöner Tot. Dann ist er friedlich von uns gegangen.



    KÖNIG

    (aufgebracht)

    Reden Sie keinen Mumpitz! Friedlich? Das können

    Sie ihrer Großmutter erzählen, oder dem Pastor.



    Schley setzt ein Pokerface auf und fixiert Leutnant König mit halb zusammengekniffenen Augen.


    SCHLEY

    Was wollen Sie damit sagen, Leutnant?


    KÖNIG

    (kritisch)

    Ich denke, dass Sie keine Lust mehr hatten,

    ihn mitzuschleppen.


    SCHLEY

    Keineswegs, Leutnant. Ich habe lediglich

    angedeutet ihn zurückzulassen, weil uns

    die Zeit davonläuft.


    KÖNIG

    Die Wehrmacht lässt keinen Kameraden

    zurück, Schley. Das war kein Zufall!



    Kunz geht in die Knie und berührt Fromms Leiche.


    KUNZ

    Die Leichenstarre ist schon eingetreten. Er

    muss in der Zeit gestorben sein, als Müller

    Wache hatte.


    KÖNIG

    (sieht Müller fragend an)

    Haben Sie irgendwas mitbekommen?



    Müller tritt Schweiß auf die Stirn und wirkt ängstlich. (kurze Einblendung Bild 17 / Kunz setzt Müller hinterrücks ein Messer an den Hals)


    MÜLLER

    (verunsichert)

    Ähm - nein.

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  • Danke für Deinen Kommentar. Auch Deine Anmerkungen. Man merkt, dass Du Erfahrung hast. Aber wirklich gut Dein Beispiel. Ein Ko-Autor wäre nicht schlecht bei so einem Projekt.


    Zum Anfang und der Beschreibung: Eine Winteruniform ist im Prinzip dieser lange typische Mantel über die andere Uniform. Es ist jetzt keine spezielle Uniform. Dann gab es noch dieses Kopftuch unter dem Stahlhelm.


    Welche Waffen jetzt jeder einzelne hat, müsste man abwägen. Karabiner war aber Standard. Dann gab es noch die Maschinenpistole MP40. Leutnant König hat eine Pistole. Luger oder Walther P38. Ich wollte es jetzt nicht extra beischreiben. Aber diese Waffen hatte die Wehrmacht.


    Müller ist am Ende eingeschlafen. Die Szene wo er um das Lager läuft, während die anderen schlafen. Er wird ja später wach (nach Albtraum) und bemerkt den Mord. Das impliziert ja, dass er eingeschlafen sein muss.


    Jedenfalls vielen Dank für Dein Kommentar und Beispiel. Es zeigt, dass man die Sprache durchaus noch anpassen kann.

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  • Der überarbeitete Dialog ist nur ein Vorschlag, wie man es dramaturgisch auch machen kann. Es ist wirklich ein sehr gut geschriebenes Drehbuch. Man merkt, dass Du Dich mit der Geschichte auskennst. Welche Bewaffnung die Soldaten letztendlich dabei haben, ist eine Frage der Kostümausstattung und Möglichkeiten, die man hat.

    Bei meiner Anmerkung zu Müller (sollte im Schlaf immer wieder wegen der schrecklichen Szenen katarisch zusammenzucken) geht es mir nicht darum zu zeigen, dass er schläft. Ein Film wird in Bildern erzählt - Mimik und Gesten sagen mehr als tausend Worte. Ich würde das empfehlen um zu zeigen, wie sehr Müller dieses Kriegsverbrechen plagt.


    Falls Du das Drehbuch für eine Realisierung nochmal überarbeiten willst, bin ich gerne bereit Dich ggf. zu unterstützen. ;)

  • Deine Anmerkungen (in die Seite treten und sein Gesicht hin und wieder zeigen, während er schläft) finde ich wirklich gut. Das sind klare Verbesserungen. Danke, auch für Dein Angebot. Falls nötig, komm‘ ich gerne darauf zurück.

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