Allgemeine Betrachtungen

  • Alternative 3: URSA MINO PR0 12 (Kostenpunkt 12.000 Euro Plus ca 3000 -3500 Euro Zusatzkosten)


    Die Firma Black magic (sie ist auch der Produzent des Grading-Programms Da Vinci Resolve) bietet eine Kamera an, welche 12 K

    aufzeichnen kann - auf einen Super 35 Sensor, also KEIN Vollformat - das sind 2 Paar Schuhe. Und das zu einem saaagenhaft günstigen Preis von 12.000 Euro (Sucher und Kleinzubehör kommen dazu - wie bei allen Marken)


    Dazu ist folgendes zu sagen: 12 K kann derzeit keine Wiedergabekombination wiedergeben. Das ist laut Hersteller auch nicht das Ziel, aber man kann sich "Ausschnitte" aus Szenenbasteln und dann in 8K (hat sich auch noch nicht durchgesetzt) oder aber das Format herunterrechen, was (angeblich) eine Qualitätssteigerung mit sich bringt.


    BlackMagic ist vor Jahren mit dem Ziel angetreten eine Kamera zu bauen, die eine echte Kunkurrenz zuz ARRI und RED darstellt,in einer Zeit, wo das Interesse von Canon, Panasonic und Sony am Profi Markt nur (relativ !!) gering war, was sich inzwischen geändert hat.


    Das MINI im Namen bezieht ´sich lediglich auf Vorgängermodelle der frühen Generationen und ist irreführend.

    Denn die Kamer ist vergleichsweise größer und schwerer als beispielsweise Canon, letzeres weil statt aus Plastik aus Titan gefertigt. (Canon 1,75 kg - Ursa 2.55 kg - jeweils ohne Objektiv !!)

    Da spräche nun vieles für den Kauf dieser Kamera, aber die von mir derzeit verwendete C200 (und angeblich auch deren Schwestern in der Serei) sind extrem zuverlässig

    Dem Dual-Pixel Autofocus ist derzeit (noch ?) nicht vergleichbares entgegenzusetzen

    Das gilt IMO auch für den sogenannten Focusassisent (der ebenfalls diese Technik einsetztO) mit seiner hervorragenden Schärfeanzeige, ein IMO "deppensicheres System und eines meiner Hauptargumente für Canon.

    Laut einem Testbericht ist es zudem so, daß keines der am Markt befindlichen Objektive mit Ef-mount derzeit in der Lage ist, die Auflösung von 12 K zu erreichen....., vielleicht kann das die Ojektivklasse , die 5.000-15.000 oder mehr Euro das Stück kostet. Über die Güte von Objektiven am Super 35 S Sensor mit 4 K werde ich ein anderes mal (subjektiv) schreiben, die wird imo in der von mir verwendeten Klasse (700-1500 Euro) locker erreicht.

    Wie ich soeben nachlese, sind jene Objektive, welche 12 K auflösen können in der F4 Klasse - also nicht besonders lichtstark...

    Dazu kommt natürlich noch die Datenmenge....

    Wait and see



    mfg aus Wien

    Alfred



  • Desto länger ich darüber nachdenke, desto eher gerate ich zu Überzeugung, daß Alternative 3 ausscheidet - wenngleich die Ursa mini 12 eine exorbitante Kamera sein dürfte.


    Indes hat sie einige Eigenschaften, die sie (für mich) sperrig machen


    1)das Gewicht

    2)Ich würde das Scharfstell-Konzept der Canon vermissen

    3)Der Autofocus ist eher bescheiden - im Vergleich zur Canon.

    4)Der RAW Codec ist - trotz seiner Größe - für Da Vinci Resolve optimiert - ich arbeite indes mit Edius

    (Wer hier vorschlägt umzusteigen, der kennt die Komplexität der beiden Programme nicht.)


    Es ist ja so, daß (leider) jede Kamera ein Manko hat

    In der Praxis gewöhnt man sich schnell daran und bemerkt gewisse Schwächen und Eigenarten gar nicht -

    aber es ist leichtr für den "Erstkäufer" sich an sowas zu gewöhnen, als für den, der umsteigt.

    Der Umstieg von Panasonic HC X1 (sie entspricht fast in allen Punkten der UX 180, welche bekannter sein dürfte , der Unterschie liegt in dere Auslegung der Videoausgänge) auf Canon C200 war nicht einfach - ich musste auf einiges verzichten, das mir lieb und teuer war.

    Und an das CLog 3 musste ich mich erst gewöhnen - heute schätze ich es sehr

    Auch an einen der Vorteile der Kamera, die durch den größeren Sensor und die dadurch geringere Tiefenschärfe musste ich mich erst gewöhnen (obwohl das eines der Kaufargumente war) Man muß hier ziemlich bewusst das Bild aufbauen. Die nicht cinematische "Knackschärfe" vermisst man (bzw ich) im ersten Moment. Denn es kann passieren, daß man ungewollt ein Ergebnis bekommt, wo der angepeilte Vordergrund zwar Scharf ist, aber der ÄHintergrund nur gerinfügig unschärfer, was unter ungünstigen Umständen den Eindruck genereller Unschärfe vermittelt. Anstrebenswert ist in solchen Fällen eher eine optimale Schärfe des "Hauptobjekte" und eine kontrastrierende signifikante Unschärfe des Hintergrunds. Wenn man hier einmal die Kniffe heraus hat, dann bekommt man wirklichan den professionellen Kinofilm erinnernde Ergebnisse. Dazu braucht man aber lichtstarke Objektive. -und die sind teuer.


    Der fehlende Bildstabilisator der C200 kann verschmerzt werden, WENN das Objektiv einen solchen eingebaut hat - was leider nur selten der Fall ist. Vor allem bei den Sigma Objektiven - ich gebe ihnen den Vorzug gegenüber denen von Canon (eher Geschmackssache als Qualitätsunterschied !) - haben die Konstrukteure auf dieses Feature verzichtet.


    Bei der C 300 wird damit geworben, daß hier ein Bldstabilisator existiert. Leider ist er nur elekronisch und nicht optisch-mechanisch. Aber vielleicht lässt sich das bei einem relativ großen Sensor nicht zufriedenstellend lösen, weil die Masse einfach zu groß ist ('???')

    Was nur so nebenbei durchkommt, daß dieses Fature im RAW-Light Modus nicht zur Verfügung steht und daß der Bildstabilisator ein leicht gecroptes Bild erfordert, weil er eben nur 4K zur verfügung hat - und keine Reserven wie beispielsweise ein 5.9K Sensor...oder darüber hinaus.

    Solche Einschränkungen treffen mich nicht wirklich, war es doch bei den Kinokameras der Vergangenheit gar nicht möglich, zu "croppen" oder zu "stabilisieren" - und man erzielte dennoch hervorragende Ergebnisse, wenn man die jeweilige Kamera und ihre Eigenheiten kannte.


    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Über das was sich in den letzten 15 Jahren alles getan hat - was ich davon miterlebte - und was möglicherweise noch auf uns zukommt, darüber schreibe in in den nächsten Beiträgen.


    mfg aus Wien

    Alfred

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