Anstatt eines "Making off" - Die Entstehungsgeschichte des Films "die gelbe Rose"

  • 1. Kapitel: Die ursprüngliche Story und ihre Entstehung


    Es wurde immer wieder gefragt, ob es nicht einen Film "The making of "die gelbe Rose" gäbe - oder hätte geben können"

    Die Antwort war darauf sts "NEIN", weil solch ein Film IMO sehr aufwändig wäre - und ausserdem geschönt.

    Beispielsweise hätte ich nicht gemoch, daß mich jemand gefilmt hätte (abgeehen davon, daß niemand dabei war) als ich in Unterwäsche (es war ein heisser Tag) die nicht klebenden Styroporplatten für eine temporäre Wand in der "Psychiaterszene" zusammenzufügen versuchte......

    Aber inzwischen habe ich einige Bilder - und sogar - unfreiwillig gemachte - Szenen gefunden. Und daher wird es einen mehrteiligen Bericht über Hintergründe der Entstehung der Story geben.

    Ich persönlich halte die Story eines Filmes für eher Nebensache - ein Gerüst auf dem man die interessanten Dialoge aufbauen kann :P

    Umso mehr hat es mich gewundert und erfreut, daß die Stuore von mehreren Personen gelobt wurde - trotz einer Mammutspieldauer von nahezu 2 Stunden.

    Vielleicht liegt es auch daran, daß sie (beinahe) ein Produkt des Zufalls ist. Na ja das ist vielleicht übertrieben.

    Schon mit 15 Jahren habe ich versucht Spiefilme zu dregen, was aber nicht nur (so wie derzeit) am Mangel an Mitspielern lag, sondern auch an den Damls technischen Gegebenheiten. Mit 8mm und ohn, bzw unzulänglichem Ton lockt man keinen Hund hinter dem Ofen hervor. Mit einer Leinwandbreite von 1,5 bis maximal 2m ist grade mal ein Klassenzimmer zu bespielen.. etc etc...

    Von den Kosten ganz zu schweigen. 4 Minuten Film kosteten damals ca 100 öS = 7 Euro (auf den heutigen Zeitwert umgerechnet aber ca das 10fache !!!) Und man konnte nichts löschen !!!

    Im Laufe der Jahre befasste ich mich eingehend mit dem jeweiligen Stand der Technik - und meinte um 1990 Video sei die Lösung. Aber da kam ich vom Regen in die Traufe: Schlechte Auflösung schneller Verschleiss des Bandmaterial etc etc.Erst etwa ab 2011 waren die ersten brauchbaren Videkameras mit FULL HD Progressive am Markt. Aber erst 4K ca ab 2016 begann mich zu überzeugen.

    Und so beschloss ich Videoclips a la Loriot, Otto Grünmandl, Didi Hallervorden (natürlich mit persönlicher Note)zu machen. Und ich entwickelte mit einem Arbeitskollegen einen solchen Clip, der sich über die Werbung in Privatfernsehsendern lustig machen sollte. Wer kennt sie nicht, wo ein oder 2 grinsende Personen Waren anbieten, die es (aus gutem Grund) nicht im Fachhandel gibt - und die natürlich nur in beschränkter Stückzahl vorrätig seien. Oft Zeigt ein rasant laufender Zähler an, wie viel Stück noch auf Lager sind.Wenn ich derlei sehe so schwanke ich zwischen Widerwillen und boshaftem Grinsen.

    Und ich beschloss sowas zu parodieren. Geplant war, ein Instantsuppe für kochunwillige Hausfrauen anzupreisen - und so erfand ich das Produkt SCHLAMMSCHMATZ - bestehend aus aromatisiertem Klärschlamm.

    Als ich meine neue Filmausrüstung beisammen hatte, fand ich, daß man damit mehr machen könne - ein 30 minütiger Spielfilm als Minimum.

    Und so begann ich um diesen Clip herum eine Geschichte zu bastenl. Kein Kunstwerk - aber eben eine Geschichte.

    Dazu brauchte es einen Hintergrund. Und so viel mir ein, ein älterer Arbeitsloser könne vom Arbeitsamt in solch einen Job gezwungen werden, wo er ein unbrauchbares - zumindest aber IMO minderwertiges Produkt anbieten müsse (was dieser aber nicht könne - weil zu tollpatschig) damit war eine Szene am Arbeitsamt geboren.

    Dort bekommt er die obstrusesten Stellenangebote - und eines davon ist die Werbeagentur AUSTROFLOP MEDIA. Hier sind wir nun beim Produkt SCHLAMMSCHMATZ angelang, das hier aber als "Schlankschlemmersuppe" der Firma "Trashfood international" angeboten wird. Sowohl Krautwurm (so heisst der Arbeitlose) als auch ein Anderer Arbeitloser - eigentlich ein gewesener Fliesenleger, der als Kameramann für den Werbeclip eingesetzt werden soll - versagen.

    Der Kandidat hat versagt und muß was neues suchen. Als "Verweigerer" oder "Unfähiger" wird er vom AWS (Amt für Arbeit-Wirtschaft-Soziales) dort auf die Psychatrie geschickt und auf Herz und Nieren untersucht. Solch eine Szene ist dankbar.

    Und wieder kann man sich lustig machen, Den Psychiater hab ich selbst gespielt - ihm aber einen Assistenten zur Seite gestellt, der offensichtlich ein Trinker ist.

    Die Psychatrie befindert den Arbeitlosen aber als "normal und schickt ihn zurück zum Arbeitsamt.

    Darz ist man erbost, weil die beiden Psychater ("Tattergreise") ihn als normal zurückgeschickt haben. Im Streit "empfiehlt man ihm dort zu einer Wahrsagerin zu gehen - die ihm sagen soll wie es mit seiner Zukunft weitergeht.

    Hier baue ich nun eine weiter Cabaretszene ein, nämlich die bei der Wahrsagerin. Die ist optisch dankbar und man kann sich über Aberglaube und Betrug lustig machen

    Nachdem sie Krautwurm um ein paar hunderter erleichtert hat, suggeriert sie ihm, dass das Symbol einer gelben Rose sein Schicksal positiv beeinflussen werde.

    Sie fädelt es ein, daß er kurz darauf den Kredithai und Anlageberater Luigi Giallo trifft. Man freundet sich an und Luigi macht ein paar vorschläge, wie Beispielsweise die Aktien für ein Messingbergwerk zu erwerben (Messing ist eine Legierung !! es gibt also kein Bergwerk !!) Am Schluss einigt man sich auf die Kryptowährung NEPPCOINS. Vanvereinbart, daß Krautwurm sie in ranchen von je 30.000.__ Euro erwerben muß. immer wieder an verschiedenen Treffpunkten. Der ursprüngliche Sinn dieser verschiedenen Treffpunkte war - verschiedene Schauplätze zu zeigen, die optisch eingermaßen was hergeben - und etwas Grün in den Film zu bringen - aber in der Letztfassung des Films ergibt sich hier auch eine Logik.

    In der ersten Version geht Krautwurm aus unbekanntem Grund das Geld aus und er endet als Bettler vor einer Kirche


    Diese Version hat mir nicht gefallen - es sollte kein Trauerspiel werden

    Daher sann ich nach eine anderen Lösung. Wir finden sie in Verson II


    Fortsetzung folgt

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  • 2. Kapitel: Die ersten Umbesetzungen und Änderungen an der Story


    Die erste Umbesetztung- noch vor Drehbeginn war die Rolle des alten Arbeitslosen Karl Krautwurm.

    Der erste gewünschte Darsteller hat nicht zugesagt.ne n

    Der zweite musste sich einer Operation unterziehen und wurde nach einem OP-Zwischenfall ein Pfegefall und ist dann bald darauf verstorben

    Ich habe über diese Internetseite eine weiteren Darsteller bekommen, der mit Begeisterung dabei war.

    Er war geborener Ungar. Deshalb wurde aus Karl Krautwurm Sandor Krautwurm (Familienname der Ehefrau- er erklärt es im Film)

    UND ausserdem war er nicht alt. So musst ein Grund für seine Arbeitlosigkeit gefunden werden - und sein Beruf.

    So wurde aus ihm ein Designer. Er hatte das Kaffeehäferl für Linkshändler entworfen, von welchem hunderttausende Exemplare nach Japan verkauft wurden (wird im Film erklärt - warum) Und er wartete auf seine Beförderung zum Chefdesigner. Allerdings gab es da einen Konkurrenten.....

    Völlig überraschend erreicht Krautwurm die Kündigung - und damit ist seine Arbeitslosigkeit erklärt.

    Hier wird in der Anfangszene seine Frau vorgestellt.


    Die Szene am Arbeitsamt war geschlechtneutral geschrieben. Die Frau eines anderen Mitspielers übernahm die Rolle - und sie spielte, sie, als ob sie nie einen anderen Beruf ausgeübt hätte, als den einer frustrierten Betreuerin am Arbeitsamt...


    Jolanthe die Wahrsagerin.

    Ich hatte nach einer alten dickeren Frau gesucht - aber ich konnte keine bekommen

    Eine junge Frau (auch Ungarin) hat sich für die Rolle beworben

    Ich war skeptisch.

    Sie brachte als Argument: "Ich rothaarig - ich Hexe" - und sie bekam die Rolle

    Sie hat sie mehr als überzeugend gespielt. Mehr ist dazu nicht zu sagen !!!


    Fortsetzung folgt

  • Wir wussten über das Risiko- und ich habe damals vereinbart, daß er eine kleiner Rolle bekommt, sobald die Operation positiv verlaufen sei - aber so weit ist es nicht gekommen. Über seine 2. geplante Rolle schreibe ich hier im Laufe dieses ausführlichen Threads.


    Die war in der Urfassung der Story noch gar nicht vorhanden.


    Dazu ein paar Worte zun Aufbau der Story.

    Mir waren viele Probleme a priori klar. und ich begegnete ihnen so gut ich konnte.

    Eine Strategie war, daß ich eine Modulbauweise wählte, wo die handelnden Personen - mit Ausnahme der beiden Hauptdarsteller- und auch die Schauplätze beliebig austauschbar waren UND der Kern der Geschichte (Arbeitsloser hat Probleme bei Arbeitssuche und entwickelt alternativee Strategien um zu überleben) Ob ene spezielle Szene in einem Gasthausgarten, bein Heurigen oder in einem Kaffeehaus spielt ist letztlich nur von optischer Bedeutung - nicht aber für den Ausgang der Geschichte.

    Wir finden diese Art, eine Geschichte zu erzählen , etwa bei Wilhelm Busch: Der Held (Knopp- die Abenteuer eines Junggesellen) oder die Helden (Max und Moritz) erleben ihre "Abenteuer an verschiedenen Schauplätzen - mit verschiedenen Personen, wo in jeder Episode neue Personen vorkommen - und so gut wie niemand - ein zweites Mal

    Das macht die Geschichte überschaubar und die Module austauschbar. eine neue Szene kann eingefügt werden - eine nicht realisierbare kann weggelassen oder abgeändert werden. Soweit zumindest die Theorie.

    Nachdem ich die Geschichte einigen Personen vorgelesen hatte, wurde gelegentlich bemängelt. sie sei ein wenig zu einfach - zu durchschaubar - und zu sehr an ein Theaterstück erinnernd - weniger als Film. Damals erfand ich einerseits die diversen Schauplätze im Freien, einerseits die "unheimliche" Umgebung bei der Schemerlbrücke. wo in einer einsamen Gegen das Wasser der Donau über ein Wehr als Kleiner Wasserfall in den Donaukanal mündet, andrerseits diverse optisch ansprechende Locationen (Stadtpark beim Wienfluss, Strudelhofstiege, Boot auf der alten Donau etc)

    Ursprünglich waren die Schauplätze noch gar nicht festgelegt - und so machte ich mich auf die Suche und ging mit einer kleinen Videokamera auf Motivsuche. Ich hatte die Idee, eine Szene einzubauen, Wo Krautwurm nachdenklich in einem Park (letztlich wurde es der Arenbergpark) sitzt, eine Wurstsemmel isst und die Tauben füttert. Zur Belebung sollte ein Polizist in Erscheinung treten, der ihn drauf aufmerksam macht, daß das Füttern der Tauben verboten ist. Diese Szene sollte lediglich etwas Farbe in die Story beingen - sie war in ihrer Urfassung für den Fortgang der Geschichte völlig bedeutungslos - das sollte sich ändern..

    Zunächst hatte ich den Wunsch, daß hier mehr als nur 2 Personen spielten um das Schema aufzulockern. Da hatte ich die Idee, einen Sandler auftreten zu lassen, der an Stelle von Krautwurm die Tauben füttert und vom Polizisten gemahnt wird.Die Rolle das Sandler sollte derjenige spiele, der ursprünglich für die Hauptrolle vorgesehen war. wir verschoben die Szene auf den Schluss der Dreharbeiten weil wir einerseits warten wollten bis sich der Darsteller nach seiner Operation erholt habe (wozu es nicht mehr kam) und wir die Rolle des Polizisten besetzen konnten. Die war in der Urfassung auf 2 Sätze beschränkt.

    Nun solllte - so war es geplant Luigi in den Park kommen, das Geld - aber Krautwurm konnte es nicht finden - abzuholen. Der Gedanke war, eine Szene zu kreieren wor mehrere Leute auf einmal auftauchten. Die Praxis hat indes ergeben, daß das ein frommer Wunsch war. So musste ich mir was einfallen lassen. Krautwurm bekommt am Handy einen Anruf von Luigi. Er habe den Übergabeort veschoben und wolle sich in einer halben Stunde mit ihm woanders treffen - aus Sicherheitsgründen. Das erforderte- oder machte es möglich - einen weiteren Schauplatz einzubauen - am Springbrunnen am Karl Borromäus-Platz. Diese Szene drehten wir VOR jener im Arenbergpark - und das sollte uns noch Probleme bereiten...
    Aber noch war es nicht soweit.....


    Fortsetzung folgt....

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  • Zunächst habe ich mich bemüht einen Überblick zu bekommen, welche potententiellen Mitspieler ich zur Verfügung hatte - und welche Schauplätze realisierbar seien.

    Und so trafen sich eines Abends alle jene, die sich bereit erklärt hatten, bei mir. Ich stellte das Projekt in groben Zügen vor und fragte an, wer sich für welche Rolle interessiere (soweit es nicht bereits ausgemacht war)

    Es war eine wunderbare Stimmung. Teilweise kannten die Leute einander (ehemalige Arbeitkollegen von mir) Ich verteilte die Rollen, bzw liess sie teilweise auswählen.

    Es war so - daß mehr Nachfrage nach Nebenrollen als nach Hauptrollen bestand. Die Rolle des Luigi hatte ein Freund/Bekannter übernommen, der mir auch bei der Planung zur Hand gegangen war. Den Leiter der Werbeagentur spielte ein Kollege von meinem ehemaligen Arbeitsplatz, seine Frau sie war an diesem Abend krankheithalber nicht anwesend, wollte gern die Rolle beim Arbeitsamt. Und sie hat das vorzüglich gemacht.....Für einen weitern Kollegen erfand ich die Rolle des Herrn Stangl - der seinen Schnuppertag als Kameramann bei Austroflop Media macht - und das noch dazu vorzüglich.Ein weiterer Freund von mir opferte sich und bekam die Rolle des Prof. Drossel, ein Psychiater neben Prof Potschochter (meine Rolle), dem Autor des Buches "Heilen psychischer Krankheiten mit Alkohol"...


    Neu im Team war GABOR, der Einzige, der sich auf die Ankündigung in diesem Forum gemeldet hatte. Er hatte sich für keine Rolle gemeldet.

    Ich erinnere mich genau was ich damals sagte:

    "Es hat sich niemand für die Rolle des Krautwurm gemeldet - aber ich weiss jemanden, der sie gerne spielen würde. Der hat sich aber noch nicht getraut es zu sagen. -- - Gabor die Rolle ist frei - wollen Sie sie haben ?" - "Mit tausend Freuden" - Ich werde mein Bestes geben und sie nicht enttäuschen.....

    "SANDOR Krautwurm" war in diesem Augenblick geboren .....

    Am nächsten Tag rief Gabor an - Er habe einen Freund, der sich für die noch unbesetzte Minirolle des Polizisten interessiere.

    Ich rief an - und sein Wunsch wurde erfüllt - mit dem Hinweis, daß die Rolle nur 2 Sätze umfasse .....


    Fortsetzung folgt.

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  • Die Story wird ausgebaut und abgeändert.


    Das war zum Teil notwendig - zum Teil von mir gewünscht.

    Zunächst mussten wire erklären wieso ein Mann in den frühen Dreissigern arbeitslos war. Das kommt zwar oft vor - aber irgendwie braucht es - so meinte ich jedenfalls - eine Erklärung. Die fand ich, in dem ich gleich zwei Charakträre ins Spüiel brachte, einen realen - und einen fiktiven.

    Der fiktive war die Person des Konkurrenten Pospischil, der Krautwurm aus der Firma drängen wollte.

    Der reale Charakter war die nun in die Handlung eingebaute Person von Krautwurms Ehefrau, der er sein Leid klagt.

    Eigentlich eine undankbare Rolle - weil sie nämlich die einzige "normale" Person in der Story ist - die weder skurril, noch sonst in einer Weise auffällig ist.

    Sie hat das überzeugend gespielt. Das fand auch ein Kollege, der ebenfalls Spielfilme macht und er hat sie eingeladen ebenfalls in einem seiner Filme eine Rolle zu übernehmen. Sie ist der ruhende Pol, die Stimme der Vernunft in der Story. Die Rolle war ursprünglich nicht vorgesehen - aber durch das Jugendliche Aler der Hauptdarsteller war sie - ebenfalls in der gleichen Kategorie - leichter zu besetzen.(Dazu vielleicht später...)

    Die Figur von Pospischil kommt nur in Erzählungen vor - Ursprünglich nur zu Beginn der Story - aber am Schluss sit mir dazu noch etwas eingefallen....


    Der nächste Einfall betraf den Sandler:

    Er stiehlt Krautwurm das von der Bank geholte Geld und macht sich aus dem Staub. BINGO - nun habe ich fast zufällig die Erklärung gefunden warum Kraurtwurm die nächste Rate nicht mehr bezahlen kann. Wenn Luigi dann kommt es zu holen ist es nicht mehr da.

    Aber hier wird es in Folge zu WEITEREN Änderungen kommen (müssen)


    Eine weitere wichtige Änderung betraf die Schlussszene:

    Krautwurm steht zwar bettelnd vo der Kirche, aber ein Arbeitkollege, der ihn hier stehen sieht, fragt, warum er nich im Büro sei - er sei nie gekündigt worden - alles sei ein Spass gewesen - Und schliesslich sei ja weiter nichts passiert. .....

    Na ja immerhin - Krautwurm hat seine gesamten Ersparnisse verloren - Der folgende logisch zu erwartende Wutanfall wird im Film nicht gezeigt.

    Immerhin eine Art "Happy End" in Version 2 der Story - Aber das ist noch nicht alles.....


    Fortsetzung folgt...


    clck 28

  • Obwohl mir die Spritzigkeit und Bosheit der Dialoge wichtiger war als die eigentliche Story habe ich letztere immer verfeinert.

    Zunächst galt es aber einen Ersatz für den Sandler im Arenbergpark zu finden. Da erhielt ich eine Empfehlung und ich kontaktierte die betreffende Person. Es gab mehrere Treffen. Am Drehtag waren alle pünktlich um 7 in der Früh da da - nur dieser Darsteller nicht. Er hob das Handy nicht ab. Wir gingen zu ihm nach hause - aber er meldet sich nicht an der Gegensprechanlage. Gegen 1 Uhr mittag gaben wir auf und alle gingen nach hause. Es war ein Interessent dabei, der in künftigen Filmen mitspielen wollt - Ich habe ihn nie wieder gesegen. Am späten Nachmittag bekam ich einen Anruf des nicht erschienen Darstellers. Er habe verschlafen und sei nicht aufgewaxcht - Da hätten wir wohl diesmal Pech gehabt. Ich war äussert beherrscht und vermied einen Wutanfall: Meine Antwort war: "Wir haben kein Pech gehabt - Sondern Sie sind eine unzuverlässige und unbrauchbare Person" Und dann legte ich grußlos auf. Derjenige wohnt in meiner unmittelbaren Nähe und ich sehe Ihn gelegentlich auf der Straße - aber ich übersehe ihn verachtungsvoll demonstrativ. Ich versuchte Ersatz zu finden - aber niemand wollte die Rolle.

    Ich hatte einige Wochen zuvor im Stiegenhaus eine Dame kennengelernt, welche mir sagte, sie habe von meinem Film gehört und sei an einer Rolle interessiert. Sie habe schauspielunterricht in früheren Jahren genossen. Ich musst Ihr damals für diesen Film absagen, denn wir waren vollzählig.

    Nun hätte ich aber eine Schauspielerin. - Aber - die kann weder einen Sandler spielen, dazu ist sie zu vornehm. Ausserdem war schon die Folgeszene gedreht, wo sich Krautwurm darauf beruft, daß er mit einem Sandler im Park gesessen ist, der die Tauben gefüttert hat.

    Also Fehlanzeige !

    Fehlanzeige - es sei denn ......

    Es sei denn - ich schriebe einerseits das Drehbuch für eine Frauenrolle um

    und würde andrerseits die Folgeszene erneut nachdrehen ! und das im Freien ! bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen !!!

    Aber.....

    Hatte ich denn eine Wahl ? - - - Ich hatte keine

    So wurde aus dem Sandler eine Frau Baronin, die im Park die Tauben fütterte (in Wahrheit eine Hochstaplerin und Taschendiebin)

    und ich nützte die Gelegenheit ein paar Pointen - auf die neue Rolle zugeschnitten - zu schreiben....


    Eine Glanzleistung war indes der Nachdreh am Karl Borromäus-Platz. Hier bin ich in der Tat über mich hinausgewachsen.

    Ich hatte vom vorhandenen Filmmaterials des Erstdrehs (mittels Edius) Fotos angefertigt, damit wir die Szenen möglichst originaltreu mit dem neuen Text nachdrehen konnten. Und wir machten es in der Tat überzeugend. Nun gäbe es da noch das Problem mit den Lichtverhältnissen. Wenn ich je daran gezweigfelt hätte, daß ich zum Flmen Talent habe - hier wurden sie beseitigt: Mittels Edius (Schnittprogramm- Colorkorrektur) erzeugte ich Lichtverhältnisse die von den originale des Erstdrehs auch bei kritischer Betrachtung - und selbst für mich - nicht unterscheidbar waren !!!

    Hier nun die beiden Versionen und als Bonus noch das Ereignis wo ein Passant versucht hat in die Kamera zu winken - und meine Reaktion darauf. Mit einem Schrei habe ich die Aufnahme abgebrochen (was man auf der Aufnahme viel zu leise hört. Alle Personen in der Umgebung starrrten mich erschrocken an - als ob sie ein Gespenst sähen. Mein Gesicht war indes hasserfüllt. Dann noch zwei weitere Einstellungen - die natürlich gestrichen wurden. Das Colorgrading dieser Samples entspricht nicht jenem der Endfassung, ich habe das nur so hingepfuscht. Das gilt auch für eventuelle weitere Samples in diesem Thread......





    Die Szene im Arenbergpark war indes noch nicht gedreht - und auch hier sollten Komplikationen auftreten - diesmal durch meine Schuld verursacht.....


    Fortsetzung folgt

  • Der erste Dreh - die erste Szenenfolge war die Psychiaterszene. Sie war sozusagen der Test: Nur wenn sie gelang würde ich weiterdrehen.

    Mein Billy-Bücherregal (Ikea) hätte abgebaut werden müssen. Statt dessen ging ich den (vermeintlich !!!) einfacheren weg und deckte ihn mit Styroporplatten ab. Christoph half mir, sie zu besorgen.Aber nun kanm das 1. Problem: Sie liessen sich nur schwer kleben. Herkömmlicher Kleber hötte sie aufgelöst, Styroporkleber braucht SEHR lange bis er greift. Dazwischen verschieben sich die Klebekannten und man sieht einen Spalt. Diesen mit Spachtelmasse zu verschmieren war keine gute Idee, da machte das ganze optisch noch schlimmer. Die Hoffnung, man könne dies in der Unschärfe verschwinden lassen erwies sich als Irrglaube. Die 4 K Kamera zeigt unbarmherzig alles auf. Da kam mir der gedanke, daß man den Fehler weniger stark sehen würde, wenn die Wand statt weiß in einer dunkleren Farbe gestrichen wäre, der Kontrast wäre nicht so groß.

    Ich entschied mich für taubenblau. Schreibtisch und Sessel wurden extra für den Film eingekauft.

    In der Tat war das Ergebnis besser - wenngleich nicht perfekt. Aber schliesslich wurde ja nicht andauernd die ganze Wand gezeigt - zwei Personen sassen davor....

    Hier bei den Aufnahmen die ein Darsteller privat aufgenommen hat sieht man, daß alles nur Atrappe ist:



    Im halbfertigen Zustan zeige ich das vielleicht noch später (?)

    Hier noch zwei Kunstkniffe: Psychiater tragen üblicherweise keine weissen Ärztemäntel. Ich hab trotzdem welche gekauft und verwendet - um alles "authentischer" ;) zu machen.

    Ich wollte ferner noch Plakate der Pharmaindustrie aufhängen - bin aber hier gegen eine eiserne Wand gerannt. Es sei verboten etc etc.

    Wie machen die Ärzte das aber ?

    In der Tat - ich bin die Einrichtung meiner Ärzte im Geiste durchgegangen: NIRGENDWO hängen solche Plakate

    Welch Bilder hängen nun in der Realität in den Arztpraxen ?

    In vielen hängen so abscheulich moderne Bilder, vermutlich von Patienten geschenkt ......

    Sowas wollte ich aber auch.

    Da kam mir die Idee - mich über zeitgenössische "Kunst" lustig zu machen

    Aber woher Bilder nehmen ohne eine Klage zu riskieren. Die Bilder mussten abschreckend scheusslich sein , aber niemand durfte beleidigt sein.

    Nach einer Nachdenkpause habe isch sie selbst gemalt :P


    Drohung: Fortsetzung folgt (vielleicht - denn der Aufwand ist groß für diesen Thread - und die Einschaltquote erbärmlich gering... ^^)


    clck 60

  • Welch Bilder hängen nun in der Realität in den Arztpraxen ?

    Also beim meinem Zahnarzt gibt es Werbung für Zahnpasta. „Elmex“ wenn mich nicht alles täuscht. Beim Hausarzt sind das was gegen Schmerzen… „Ibuprofen“ glaube ich.


    Vielleicht hättest Du fiktive Medikamente nehmen können. Selber erfinden und per Grafikprogramm darstellen können. Ist natürlich aufwändig.


    Aber das mit den Bildern hast Du schon gut gemacht. Bei meiner Neurologin/Psychiaterin hängen ähnliche. Zu viel Stress und Aufregung sind mir nicht gut bekommen. Mittlerweile geht es mir aber wieder besser. Nach Krankenhausaufenthalten und Kuren…

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  • Die Bilder haben mich dann zu bislang nicht vorhandenen Pointen angeregt, wo ich meiner Abneigung gegen "Moderne Kunst" freien Lauf gelassen haben. Beispielsweise habe ich den Wirkungskreis des Malres in ein Gitterbett der psychatrischen Klinik verlegt.

    Und es hätte da noch weitere Pointen gegeben, die aber aus Zeitgründen nicht realierst wurden.

    So hätte Krautwurm, als er vom hohen Wert der Bilder erfahren hat, fragen sollen:

    "Und wer erbt diese Kunstwerke wenn der Maler stirbt ?"

    Und die Antwort Potschochters wäre gewesen: "Ich wurde im Testament bedacht"

    Krautwurm:"Aber ist es gesetzlich zulässig, daß der behandelnde Arzt erbt ?"

    Potschochter: "Wenn der Vormund des Kranken einwilligt - dann schon"

    Krautwurm: "Un wer ist in diem Fall der Vormund ?

    Potschochter: "Das ist freundlicherweise mein lieber Kollege, Prof Drossel"


    Jetzt habe ich den Text wenigstens hierher "gerettet"

    ....................................

    Erst jetzt, wo ich das alles "aufarbeite" wird mir bewusst, was für ein Mammutprojekt dieser Film war.

    Aus diesem Grunde wird hier nicht chronologisch vorgegangen - ebensowenig wie die Reihenfolge der Drehs chronologisch war.


    An der Szene "Beim Psychater" haben wir ca 6-8 Stunden gearbeitet - und wir waren noch vor Einbruch der Dunkelheit fertig.

    Hier hat sich erstmals der zukünftige Darsteller des Polizisten bewährt, als Regieassistent (abwechselnd mit Christoph)

    und zwar so, daß ich den (später auch realisierten) Beschluß fasste, seine Rolle aufzuwerten....

    - eine Entscheidung die sich auch für den Film gelohnt hat....


    Da Bilder und Clips auf diversen Festplatten "wie Kraut und Rüben" verstreut sind und letztere neu gerendert werden - und hochgeladen werden müssen - wird es immer wieder vorkaommen, daß NACHTRÄGLICH

    Bilder in bereits bestehende Beiträge eingefügt werden. Etliches wurde bereits gelöscht - einiges ist aber - zu meiner Überraschung - noch vorhanden. Darunter zahlreiche Besprechungen und "Hoppalas"


    Fortsetzung folgt.


    clck 73

  • Eine besondere Herausforderung war die Szene mit der Wahrsagerin "Jolanthe" Die taubengraue Styroporwand wurde schwarz gestrichen, eine "Wahrsagekugel" aus Berlin eingeflogen (In Wien konnte ich keine finden) Ebenso liess ich mir per Versand einen Totenschädel schicken, und die Fenster waren mit schwarzen Theatervorhängen versehen. Das entsprechende Zimmer sah aus wie eine Aufbahrungshalle, was eine besondere Belastung für mich darstellte, da meine Mutter erst vor einigen Monaten gestorben war. Dazu kam daß wir den Beginn der Dreharbeiten verschieben mussten, da die Darstellerin der Jolanthe erkrankt war. Ferner hatte ich 108 (Ein Karton) Kerzen eingekauft. Drehbeginn war 21 Uhr, weil trotz der schwarzen Vorhänge eventuell Restlich von der Straße ins "Studio" gelangen könnte. Fast hätte ich noch die Indischen Tücher vergessen, wo der Anbieter frecherweise für Porto und Verpackung ein Mehrfaches des Verkaufspreise in Rechnung stellte.

    Das ganze war eine Herausforderung - Noch nie hatte ich mit so wenig Licht gearbeitet wie damals. zwi Yongnuo LED Leuchten auf unterster Stufe und mit den fast geschlossenen "Negern" (Heute sagt am "Scheunentor" dazu, weil es ein paar Deppen so passt - der Terminus technicus des Abdunkelns gewisser Partien hieß in der Filmbranche "abnegern") Das Hauptlicht waren indes 5 Kerzen in einem Leuchter. Die mussten natürlich regelmäßig gewechselt werden - noch bevor man merkte, daß sie kleiner geworden waren !!!

    Ein lustiges Ereignis war, daß die Darstellerin das Wort "Einfalspinsel" nicht kannte und auch nicht in der Lage war es auszusprechen , bzw es sich zu merken.

    Da ich nicht möchte, daß alte Worte aussterben, habe ich aber darauf bestanden - und 20 Minuten erfolgreich mit ihr geübt - sehr zur Verwunderung des Teams. Sieht man den fertigen Film, so sieht man - daß wir erfolgreich waren.....

    Hier nun ein kurzer Einblick in die Situation: Völlig ungeschnitten und ungeschönt - Auch die Schärfe war zteilweise daneben, weil ich mich so mit den Übungen verausgabt hatte ...

    Aber am Schluss war alles wieder in Ordnung....


  • Ein lustiges Ereignis war, daß die Darstellerin das Wort "Einfalspinsel" nicht kannte und auch nicht in der Lage war es auszusprechen , bzw es sich zu merken.

    Sie hat ihre Rolle aber sehr gut gespielt, muss man sagen. Und sympathisch ist sie ja auch. Übrigens, netter Blick hinter die Kulissen.

  • Interessantes schriftliches Making-of Deines No-Budget Films DIE GELBE ROSE. Die detaillierte Beschreibung über die jeweiligen Herausforderungen bei der Entstehungsgeschichte geben einen gute Vorstellung einer Flexibilität die es braucht, um einen Drehtag zu meistern und die kreative Arbeit, die Du während der Produktion an den Tag gelegt hast. Du hast Dir bei der Gestaltung bei dem jeweiligem Set sehr viel Mühe gemacht, was dem Film eine authentische Note verleiht. Die pointierte Story mit seinen skurrilen Charakteren ist gut aufgebaut und macht aus dem Film etwas besonderes. Ich wünsche Dir viel Erfolg und gutes Gelingen beim nächsten Filmprojekt. ;)

  • Lieber Kaijy , vielen Dank für Dein positive Stellungnahme

    Wie gesagt, war ja ein "Making off" - nicht geplant - wenngleich gelegentlich verlangt.

    Nun ist es aber so, daß sich während der Produktion in der Tat zahlreiche Stolpersteine ergeben haben, die ich erwähnen möchte. Hier reihen wir uns geradezu nahtlos in zahlreiche Megaproduktionen der letzten 80 Jahre ein ;). Ich habe da drüber nachgelesen - und immer wieder Mut gefasst, als ich erkannt habe, daß auch professionelle Produktionen nicht gegen Imponderabilien gefeit sind.

    Und vor einigen Tagen habe ich etliche Bilder und Clips gefunden, von denen ich gar nicht wusste, daß sie noch existieren, bezw. daß sie je existiert haben.

    Da werde ich - um die Zuschauer zu langweilen - einiges veröffentlichen.

    Ich gehe allerdings davon aus, daß es einige wenige, die selber Filme machen, dennoch interessieren wird. Deshalb bringe ich es dennoch.

    Der Aufwand ist ziemlich groß, die Ladezeiten bei youtube gigantisch


    Die Reihenfolge ist willkürlich - je nachdem welche clips ich finde - und was mir dazu einfällt. Die Reihenfolge der Drehs war ohnedies nicht chronologisch.

    Bevor ich mit den "Hopperlas" weitermach bringe ich Infomaterial aus der Urzeit des Projekts- also bevor es noch in Produktion ging.

    Da machte ich Aufnahmen um die Eigenarten der neuen Camera kennenzulernen und die Wirkung der verschiedenen Brennweiten beim 35 mm Format. etc.

    Hier nun 2 Aufnahmen.

    Sie sind keine Kunstwerke. ABER sie sind interessanter, als der Zuschauer vielleicht denkt.

    In der ersten Szene sehen wir das harte Lichte einer Yongnuo Videoleuchte und den Lesitungsabfall seitlich.

    Hier muß man Abhilfe schaffen - und ich gabe dann transparente Schirme angeschafft, die das Problem eliminieren


    In der 2. Szene wollte ich sehen, wie sich die Tiefenschärfe bei der Nahaufnahme des Schachbretts auswirkt.

    Gesehen habe ich indes, daß in diesem Fall (50mm Objektiv ohne Stabilisator) sich - auch bei Stativaufnahmen "" das Schwingen des Fußbodens bemerkbar macht.

    Wir wissen jetzt, daß während einer solchen Nahaufnahme absolute Ruhe herschen muß -Niemand darf herumgehen....



    Fortsetzung folgt

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  • Jein

    Einerseits ist die Sage total ungeordnet.

    Andrerseits fehlt vieles, bzw wurde nicht aufgezeichnet.

    Und die Reiehnfolge der Aufnahmen hab ich heute nicht mehr im Kopf.

    DENNOCH werde ich versuchen - für jene die Interesse haben, einen groben Überblick zu bieten - und eventuellen Interessenten die Angst zu nehmen: Die Darsteller waren auch nur normale Menschen - Wir kochen auch nur mit Wasser. Das dürfte auch -im Großen und Ganzen -für den professionellen Film gelten. Zum "Star", "Idol" oder "genialen Darsteller" werden die Akteuere erst durch den Schnitt, die Kameraeinstellung, das Licht etc. Das unterscheidet den Film im wesentlichen vom Theater: Wir können Aufnahmen fast beliebig oft wiederholen, die abändern, kürzen, eine andere Version ausprobieren und letztlich optimal zusammenfügen. Und plötzlich wird aus "Lieschen Müller" ein Star.

    Aber das sind eher müssige Gedanken. So wie es sich derzeit darstellt werde ich für den geplanten 2. Film (das Drehbuch ist fertig) nicht genügend Darsteller finden. Das Interesse ist scheinbar nicht vorhanden: Seis drum .....


    Heute bringe ich TEILWEIS das was Du hier anregst !


    Ich habe 40 Minuten internes Filmmaterial gefunden, welches nurmahr komplett vorliegt, die entsprechenden Clips hab ich gelöscht. Nun wollte ich aber nur einen Teil davon zeigen - sonst wird es - der vielen Wiederholungen wegen zu langweilig.

    Da musste ich was lernen. Nämlich wie man eine fertigen Film NACHtRÄGLICH schneiden und erneut exportieren kann. Ich wusste bislang nicht mal ob das möglich ist - denn es war bis dato kein Thema.

    Es geht - aber es ist. ein wenig schwierig, weil man aus dem Wust erst wieder einzelen Szenen herstellen muß.


    Ich habe gestern einen ca 20 Minuten langen Film - er wird nur Filmemacher interessieren - wenn überhaupt - gebastelt, wo sozusagen die Vorarbeiten gezeigt werden.

    Die Kamera C200 war damals neu - meine restlichre Austüstung ebenso. Der Umgang mit superlichtstarken Objektiven bei relativ offener Blende, die Probleme mit den Gräuschen des Autofocus, Die (damals) neuen LED Videleuchten, die Aufstellung des Mikrophons. All das wird im kommenden Film behandelt werden, ebenso kann man mich bei halbfertiger Dekoration sehen, wie ich meine Rolle (Psychiater Prof. Egidius POTSCHOCHTER) in verschiedenen Varianten übe. Man wird sehen wie ich mit meiner rechten Hand Christoph über technische Probleme diskutiere - So eine Stütze würde ich auch diesmal brauchen.....

    Kurze schriftliche Erklärungen wird es geben


    Auf Grund der langen Hochladezeiten habe ich mich diesmal entschlossen das Material qualitatativ runterzurechen und zwar statt 50 auf 25 Bilder/sec UND von 4K/UHD auf Full HD. Man darf also keine Ansprüche aan die Schärfe und Bildqualität stellen, denn die Bildqualität leidet bei youtube in 4 K merkbar, aber geringfügig. bei Full HD indes schon beträchtlich, was insofern verwunderlich ist, weil hier am Computer so gut wie kein Unterschied am Monitor zu sehen ist...


    Freu Dich also auf ein paar Insiderinfomationen - sie wurden letzte Nacht hochgeladen - Dauer etwa 22 Minuten.....


    Fortsetzung folgt .....

  • Und nun der etwa 20 Minuten Lange Film.

    Er zeigt mich zeitweise im Alleingang - in Zivil - aber teilweise schon im Arztmantel bei der versuchsweisen Rezitation oder Improvisation meiner künftigen Texte im Film "Die gelbe Rose"

    (vorangestellt werden meist Angaben über Blende und Objektiv, die jeweils eingesetzt wurden, zeitweise mit Christoph im Gespräch und Gedanken zu Mikrophoneinstellungen und deren Wirkung, Vermeidung von Autofocus-Geräuschen. Ebenfalls über Einsatz oder Verzicht von künstlicher Beleuchtung.


    Aus dem Kontext gelöst mögen solche Szenen vielleicht lächerlich oder langweilig wirken - aber sie waren IMO sehr hilfreich.Sie waren nicht für eine Veröffentlichung geplant sondern solle meiner nformation dienen.

    Einmal mehr betone ich, daß das Original der Film merkbar schärfer ist als hier gezeigt, aber allein die 1080er Version mit 25 Bildern/sec hat etwa 3 Stunden Hochladezeit benötigt - 4K/50 Bilder wäre größenordnungsmäßig bei etwa 12-15 Stunden gelegen - und niemand hätte davon profitiert.

    Generell ist die Schärfe hier nicht optimal - und das war eine wichtige Erkenntnis:

    Der vielgelobte (kontinuierliche) Autofocus der Canon hat (obwohl derzeit vermutlich der Bestte am Markt) seine Grenzen.

    Diese sind gegeben bei wenig Licht, wenig Kontrast und offenen Blenden.

    Eigentlich logisch. Ich benutze den kontinuierlichen Autofocus seither nur in Ausnahmefällen und focussiere entweder manuell ODER mittels One shot autofokus - die Camera stellt schar ust zeigt ob es geklappt hat - oder nicht. gegebenenfalls kann man dann nachbesser, was aber so gut wie nie erforderlich ist. Die Schärfe bleibt dann über die gesamte Szene stabil und geht niemals verloren. Über Ausnahmen kann ich - so es gewünsch ist- in einem anderen Thread schreiben.

    Ein gezielter Schnitt ist de fakto nicht vorganden, denn es wurde im Schnellverfahren ein bereits bestehender Film (auch nur als Info) zerstückelt, was sehr schwierig ist... So wurde nichts beschönigt oder elegant geschnitten - sondern alles im Rohzustand belassen, sowie auch mißlungenesnes Material gezeigt - ganz im Gegensatz zu "Making of" wo posiert, gefälscht und geschönt wird - immer mit Blick auf potentielle Zuseher . Es ist ja so, daß bei professionellen Produktionen das Interesse am "Making of" oft größer ist als am eigenen Film:


    Alle Cilps dieses Threads sind nicht bei youtube gelistet, und können lediglich über dieses Forum aufgerufen werden. Damit kann ich mir ein besseres Bild über die Einschaltquote machen....



    Fortsetzung folgt


    clck 181

  • Da sieht man erst, wie technisch so Aufnahmen sind. Und worauf man alles achten muss. Von wegen „einfach mal draufhalten“ und fertig. Wie viele meinen und glauben. Trotzdem fand ich die 1080p-Bilder gar nicht mal schlecht. Daran sieht man auch schon die Wertigkeit der Filmkamera.


    Übrigens, der Ton im Film war recht gut und verständlich. Aber so richtig geangelt war er nicht, oder?

  • Übrigens, der Ton im Film war recht gut und verständlich. Aber so richtig geangelt war er nicht, oder?

    Unterschiedlich. Du kannst es in der Regel gut unterscheiden.

    Teilweise habe ich die Aufnahmen alleine gemacht. Ich habe die Kamera aufs stativ gestellt und das Mikro auf die Kamera maoniter - allerdings nicht mit der eher sartanischen Original-Canon- Halterung - sondern mit

    einer gefederten entkoppelnden Halterung Halterung vom Rycote- Lycra Typ.

    Hier hört man stets ein knarrendes Geräusch, welches sich zuerst für das Kanrren des neuen Bürostuhls gehalten habe, der unter meinem Gewicht ächzte (glücklicherweise habe ich seitdem 18 kg abgenommen :) )

    Aber es war der Autofocusmotor des Objektivs.

    Von diesem Zeitpungkt an habre ich das mikrophon an einem Mikrophongalgen der Fa Manfrotto befestigt und quasi wie an einem Boompole befestigt. Wenn Du den Film genau verfolgst - was nur wenige tun werden - so findest Du im Gespräch mit Christoph eine Stelle wo das Problem genau besprochen wird. Aber alles in allem bin ich mit dem Zufrieden was wir geschafft haeben

    Gegen die zahlreichen Aussengeräusch im Freien bin ich leider machtlos (Kindergeschrei, die schrille Sprachmelodie asiatischer Touristen, Straßenbahn, LKWS, Motorräder, Straßenbahnklingeln, Rettungsautos, Baustellengeräusche . etvc etc...)Dazu mal in einem Spezialthread.....

    Das Mikro ist ein Rode NTG 4 plus mit einer sehr gezielten Richtcharakteristik (Superniere) - im Freien wird es durch einen professionellen Windschutzkorb geschützt, der bei extemen Windverhältnissen noch mit einer "Dead Cat" umhüllt wird. Bei Rode heisst das Teil - in Anspielung auf das Herstellerland - übrigens "Dead Wombat" Glücklicherweise müssen hier .entgegen den Namen - weder Katzen noch Wombats ihr Leben lassen - die Felle sind aus Kunststoff.....


    Fortsetzung folgt.....


    clck 642

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