Locations finden ist eine Herausforderung

  • In meiner Jugend wäre das noch einfach gewesen. Da gab es zahlreiche historische (und verwahrloste !!) Bahnhöfe, Bahnsteige, aufgelassene Fabriken und historische Gebäude.

    Heute wurde das meist verbaut, abgerissen oder wird irgendwie vermarktet. Die historischen Gebäude sind mit Graffitis vollgeschmiert, jede Parkanlage wird als Lagerwiese mißbraucht.

    Stiegenhäuser sind in der Regel versperrt und somit unzugänglich. Die eigene Wohnimng kann mit viel Aufwand in eine gewünsche Location umgebaut werden - aber nicht für ewige Zeiten, dann sollte was anderes her.

    vorgestern hatte ich im Internet eine Ruine einer Villa im Dehnepark entdeckt. Die Photos waren vielversprechend. Im Internet gab es einen Eintrag aus dem Jahre 2011, wo behauptet wurde, der baldige Abriss stünde bevor. im Jahr 2015 wir immer noch auf das Gebäude verwiesen. Was blieb also übrig als die Situation selbst zu erkunden Gesagt getan. Ich sah mir aud den Plänen im Internet die Verkehrsverbindungen an. Leider allzu flüchtig, wie ich balt zu meinem Leidwesen erfahren musste. Nach vielen Irrwegen erreichte ich um ca 18 Uhr das Ziel nahe bei Baumgartnen. Ich hatte gar nicht gewusst wie groß Wien doch eigentlich ist !!!

    Nun stand ein 10 Minütiger Fußmarsch befor, der gegen Ende Zu bergauf führte.

    Und da stand sie nun - die Ruine - das Ziel meiner Begierde !

    EINGEZÄUNT mit einem über 2 M hohen stabilen Gitterzaun und der Aufschrift: Das Betreten der Baustelle ist verboten.

    So machte ich mich auf die Heimreise und wollte hier mein Unglück berichten - aber auch das ging nicht, denn das Internet hatte eine Störun, von der auch dieser Account betroffen war-

    Die Störung dauert dann noch etwa 20 Stunden,,,,,,


    mfg aus Wien

    Alfred

  • Guten Morgen,

    das ist die Willi Forst Villa. Früher hat man sich mit Ruinen nichts angetan, jetzt aber haben alle Angst dass etwas passiert und irgendwelche Haftansprüche gestellt werden.

    vg Ian

  • Location , das wird vor allem in Hinkunft ein Problem seinm denn die mir zur Verfügung stehenden Räümlichkeiten sind vermutlich mit Fertigstellung dieses Filmes ausgenutzt, Wir siche für künftige Drehs, Gasthausgärten, Kaffeehäuser, urige Beisln, charaktervolle Würselstände und eventuell auch Büros, wo wir unentgeltlich drehen dürfen.

    Wobei man auf Wunsch die eingebundene Gastwirtschaft, etc auch so filmen könnte, daß deren Namen im Film signifikant aufscheint.

    Ich erinnere mich, daß seinerzeit im "Kaisermühleblues" die Fa "Anker" recht oft präsent war. Eine kostenlose Werbung gewissermaßen.


    mfg aus Wien

    Alfred

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  • Ich habe mich ein wenig zurückgehalten in letzter Zeit, denn es wird schwierig sein innerhalb von "corona.Zeiten" ein Team zusammenzustellen, weil die Leute Angst haben. Und ich habe natürlich auch Angst. Fraglich ob sich NACH Corona noch Leute findenm die bereur sind an einem Amateurprojekt mitzuwirken. Ober das Thema "Amateurprojekt" werde ich demnechst einen Thread oder eine Threadserie, wo ich versuchen werde "Amateurfilmer" vom "Urlaubs- Freizeit- oder Familienfilmer zu trennen......


    In diesen Zeiten - zeitweise mit freiwilliger prophylaktischer Quarantäne - erlebt man psychische Tiefs und Hochs. vor allem erstere, wo man sich fragt ob es Sinn macht irgendwelche Ideen auszuarbeiten, sich über die Beschaffung von Lokations Gedanken zu machen oder diesbezüglich Aufrufe zu starten.

    Wie ich andernorts bereits angedeutet oder beschriebenhabe, habe ich eine sehr persönliche Art Stories zu entwickeln: Ich sammle Schaupätze, Requisiten, potentielle Darsteller, Situationen und Pointen. Anschliessend konstruiere ich eine Rahmenhandlung die alles zusammenfügt. Man könnte annehmen, das sei nun Stückwerk wo nichts zusammenpasst. Aber das ist nicht der Fall. Dazu mehr in Bälde bei den Stories.


    Nach der langen Vorrede: Heute nachmittag hatte ich einen Energieschub uns ich knüpfte Kontakte - etwas, das nicht unbedingt meine Stärke ist.

    Ich habe eine Locationn gefunden, die mir gefällt und vereinbart, daß ich sie - nach der Pandemie - nützen kann.

    Es handelt sich um eine sehr stimmungsvolle Bar, die dem neuen Film ein atmosphärischsehr interessantes Szenenbild beisteuern wird. Die Ausleuchtung ist quasi bereits inklusive. Solche Schauplätze sind schwer - und zugelich leicht zu bekommen. Einerseits schwer, weil niemand über den Bedarf bescheid weiss - und wir zudem keine professionelle Produktion sind, aber gleicheitig leicht, wenn jemand es mag, daß sein Lokal in einem Film erscheint - oder er aber auch einfach nur gefällig ist. Da gibt es verschiedenste Gründe . Beim soeben fertiggestellten Film war ein Schauplatz für eine bestimmte Szene ENTWEDER in einem Kaffehaus ODER Espresso ODER Gasthaus, Heurigen, ODER Heurigengarten vorgesehen. Für den Ablauf der Handlung war das gleichgültig.FÜr den optischen Gesamteindruck aber schon. Jede der Locations hatte einen speziellen Vorteil zu bieten: Das elegante Kaffehaus, gehobene Wiener Atmosphäre, das Espresso die leichtere Beschaffbarkeit (so glaube ich zumindest) das Gasthaus (Beisel) einen Hauch von Alt-Wien, der Heurigengarten sollte grün in die Szene bringen, weg vom Studiolook von Innenaufnahmen. (auch dazu später mehr)

    Mit erschien die Beschaffung ungemein schwierig. Dann fasste ich mir ein Herz und rief bei einem der berühmtesten Wiener Heurigen an, wo ich jahrelang Stammgast war - ohne das indes zu erwähnen !! Ich bekam überraschenderweise sofort eine Zusage. Und nicht nur das. Für den Fall, daß es geregnet hätte hat man mir ein Exrazimmer versprochen, ansonst Aufnahmen im Heurigengarten. Drei Stunden vor Drehbeginn hörte es auf zu regenen. Also GARTEN. Man trocknete für uns Bänke und Tische. Und wir drehten einige Stunden. Ich bin einer derjenigen, die mit wenig Aufwand auskommen, und somit den Betrieb nicht stören. Ich wundere mich immer wieder, wie professionelle Filmproduktionen Geld verbrennen , dank eines gigantischen Stabes und sperrigem Equipment, Das mochte im Analogzeitalter angebracht gewesen sein - heute halte ich es aber für unnötig und übertrieben. Wir drehten ca von 10-16 Uhr. Danach machten wir uns einen gemütlichen Heurigenabend. Wenn ich mich richtig erinnere waren wir damals 5 Personen.: 2 Darsteller und 3 Mann technisch-organisatorischer Stab.....


    Auch diesmal wären wieder einige Locations unterschiedlicher Art -bis hin zum Gruselkeller, Ruine büro etc erforderlich. Ein Anfang ist gemacht - Wir werden sehen.....


    mfg aus wien

    Alfred

  • Ich glaube, um vorhandene Locations eine Story zu spinnen, ist eine noch viel größere Herausforderung. Im Prinzip sind diese Filmgeschichten dann maßgeschneidert auf Locations, die einem zur Verfügung stehen. Persönlich stell‘ ich mir das besonders schwer vor, weil bei mir die Ideen spontan kommen. Also nichts mit einbeziehen von speziellen Drehorten.


    Viele glauben vielleicht, dass Drehgenehmigungen schwer zu bekommen sind. Dass nur bekannte Filmemacher oder Leute mit Geld und Einfluss Erlaubnis erhalten. Weit gefehlt. Die meisten Menschen sind oft sehr umgänglich, wenn man vernünftig nachfragt und um Erlaubnis bittet. Kann man sich auch vorstellen. Wer hat es denn schon gerne, wenn sich wildfremde Leute ohne zu Fragen auf seinem Grundstück aufhalten?


    Nachzufragen und Erlaubnisse einzuholen mögen umständlich sein, die Verlockung ist groß, es einfach so zu machen. Aber allzu oft geht sowas in die Hose - und es wird teuer.


    Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man vernünftig nachfragt, kommt man auch weiter.

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  • Im Prinzip sind diese Filmgeschichten dann maßgeschneidert auf Locations, die einem zur Verfügung stehen. Persönlich stell‘ ich mir das besonders schwer vor, weil bei mir die Ideen spontan kommen. Also nichts mit einbeziehen von speziellen Drehorten.

    Das ist bei mir kein Problem. Weil ich die Geschichten anders zusammenzimmere.

    Man kann fast alles überall ansiedeln, muß es dann allerdings geringfügig anpassen.

    Ich gehe sogar so weit, daß ich Location "baue" und darum dann die Handlung erfinden lasse.

    Mein letzter Film - und auch ein allenfalls kommender setzt sich aus "Bausteinen" oder "Szenenkomplexen" zusammen aus denen ich ein Ganzes forme. Diese Technik finden wir unter anderem bereit bei Wilhelm Busch und dort relativ weit gediehen bei "Knot - Abenteuer eines Junggesellen. Einzelne Szenen fügen sich letzlich doch zu einer fortlaufenden Geschichte. Diese Technik hat Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist, daß man einenganzen Szenenkomplex weglassen kann ohne, daß die Geschichte dadurch zerstört wird bzw man kann jederzeit was passendes einfügen. Dazu kommt, daß man den Einsatz der handelnden Personen so gestalten kann, daß nie viele Personen GLEICHZEITIG auftreten müssen, was das Erstellen eines Besetzungsplans etwas erleichtert.Um hier wieder ein Vorbild zu nehmen: Inspector Columbo und (fast schon exzessiv) Perry Mason...

    Ich gehe mit sicherheit auf keine fremden Grundstücke, allenfalls auf Öffentlich Plätze - und hier mit geringstem Aufwand. So daß wie nicht mehr Aufwand verursachen als filmende Touristen in einer Kleinstgruppe.

    Was machst Du, wenn Du mit Mühe eine Dreherlaubnis bekommen hast und es regnet ?


    Ich hatte im letzten Film DREI Kurzfilmszenen fix vor. Das war eine Szene beim Psychiater, eine in einer miesen Werbeagentur wo ich die Werbung auf den speziellen dafür geschaffenen Fernsehkanälen aufs Korn nehme, wo lauter drittklassige Dinge angeboten werden, die nicht funktionieren und deshalb von Fachhandel nicht verkauft werden. undeine Szene bei einer Wahrsagerin. Später dann eine "Füllszene" wo Krautwurm im Park auf Luigi wartet Tauben füttert und deshalb von einem Polizisten verwarnt wird. Später kam mir dann die Idee, daß nicht Krautwurm, sondern ein Sandler die Tauben füttert und Krautwurm mit ins Gespräch kommt. Der Darsteller des Sandlers erschien dann nicht - und so habe ich ihn rausgekickt. Es war kaum möglich männlichen Ersatz zu bekommen, aber ich hatte noch eine Dame , die sich für das Mitspielen in einem Film interessierte. Also schrieb ich das Drehbuch um - und so wurde eine "Frau Baronin" draus, die die Tauben füttert. Das bedeutete, daß ich eine Szen an einer anderen Location, die bereits im Kasten war - wiederholen musste, weil hier die Geschichte im Park zur Sprache kam. Beim Nach dreh waren die Lichtverhältnisse etwas anders - Aber nach dem Schnitt und der Colorkorrektur konnte selbst ich nicht mehr sehen welche Einstellung vom ersten und welche vom zweiten mal war...


    Die Figur Karl Krautwrm wurde zu Sandor Krautwurm umfunktioniert, weil der Darstellel aus Ungarn stammt, was man hört. Statt eines Alten Mannes (wie geplant) der auf Grund seines Alters seinen Arbeitsplatz verloren hat und nun die ganzen Stationen des Leidens durchmacht, wurde nun ein Designer (der Erfinder der Kaffeetasse für Linkshändler) der seinen Posten durch die Intrige eines konkurrierenden Arbeitkollegen in der Firma verloren hat.


    Mit solchen Änderungen ist jeder Autor oder Dramaturg bei TV Fersehsendungen quasi täglich konfroniert - und sie meistern das in der Regel problemlos

    Man muß solche Dinge oft auch als Chence verstehen.

    Ich hatte mir eingebildet,daß in der Ordination des Psychiaters (eigentlich sind es ja 2) Werbebild der Pharmazie hängen sollten

    Aber ich bekam keine. Mir wurde gesagt, daß dies Plakate nicht erlaubt seien, was ich für eine Ausrede hielt.

    Ich bagann drüber nachzudenken, welche Werbung bei MEINEN Ärzten hing - und plötzlich erkannte ich, daß NIRGENDWO solche Plakate hingen.

    FAst überal fand man indes scheussliche Bilder der zeitgenössichen Malerei - und so ward die Idee geboren 3 solcher Scheusslichkeiten im Behandlungsraum zu plazieren und mich über moderne Malerei im Laufe der Dialoge lustig zu machen. Gleich drei Pointen in Folge waren geboren...

    Psychater tragen bei Sitzungen in der Regel keine weissen Kittel. Ich kaufte aber welche und kleidete uns ein, weil damit beim Zuschauer der Begriff "Arzt" unterstrichen wird. Das verfehlte auch die Wirkung nicht, denn von den gaanz wenigen Leuten denen Teile des Films gezeigt wurden , fragt einer ober der Darsteller des Prof. Potschochter (also ich) im Privatleben auch Arzt sei, er wirke so "authentisch".....^^


    mfg aus Wien

    Alfred

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  • Jeder hat da wohl andere Herangehensweisen. Schon interessant.


    Fremde Grundstücke können selbst abgelegene Waldstücke sein. Oder ein einsames Fleckchen in einem Park. Viele denken sich einfach, da benötige ich keine Erlaubnis. Fertig. Und das ist einfach falsch. Wenn man vorher fragt, ist man immer auf der sicheren Seite.

  • Wer lang fragt geht weit irr;)

    Ehrlich gesagt, das alles ist umständlich genug

    Das wär mir zu mühsam


    Aber ich halte meine Crew auch extrem klein.

    Ausserden versuche ich Plätze zu finden wo fast nie Leute sind. Das ist schon aus akustischen Gründen von Vorteil, weil man sich dort Kindergeschrei und Verkehrslärm weitgehend erspart.....


    mfg aus Wien

    Alfred

  • Was ist daran umständlich? Ich weiß ja nicht, wo Du schon überall gedreht hast. Selbst entlegene Orte, Wald und Wiesen, gehören irgendjemand. Was ist, wenn da Leute aufkreuzen und fragen, was hier abgeht? Wenn man da behaupten und sagen kann, dass man eine Erlaubnis hat, umso besser.

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