Allgemeine Betrachtungen

  • Dieser Bereich ist für die Darsteller in unseren Filmen überhaupt nicht von Bedeuteung, er betrifft nur den "technischen Stab" -Natürlich wird es auch Darsteller mit technischen Interessen geben und das ust auch gut so, denn bei einem "No Budget Projekt" ist es immer gut wenn die Beteiligten "multifunktional" eingesetzt werden können, man möchte ja das Team möglichst klein halten.


    Dennoch ist es interessant zu wissen, welche Möglichkeiten so ein Amateurfilm heute mit sich bringt.

    Gerade in den letzten Jahren ist der Amateurbereich tecnnisch sehr leistungsfähig geworden, wenn man bereit war etwas (viel) Geld ins Equipment zu investieren.

    Vieles, sa vor 20 Jahren dem Profi vorbehalten war (und einiges darüber hinaus) ist nun möglich.

    Ich werde in diesem Thread anreissen was sich in den letzten (gefühlten) 8 Jahren alles geändert hat und was sich voraussichtlich in Zukuinft noch ändern könnte

    Die neuen Technologien haben indes auch neue technische Probleme geschaffen und die müssen beherrscht oder umgangen werden.

    Andrerseits ist die Technik so im Umbruch, daß was immer wir heute an Equipment einkaufen, morgen veraltet sein könnte.

    Wobei die in Aussicht genommen Veränderungen meiner Meinung nach eher ein Wunschdenken der Industrie darstellen als wirkliche Bedürfnisse.

    Das war in den letzten Jahren eher nicht der Fall. Viele - wenn auch nicht alles stellt einen Tatsächlichen Meilenstein in der Geschichte des Amateurkinofilms, bzw der Fernsehtechnik dar, Die Flachbildfernseher mit BIldformat 16:9 sind in der Tat ein Fortschritt - allerdings wird 4:3 nur mit Kompromissen wiedergegeben. Der schlechteste davon ist meiner Meinung nach die Dehnung auf das neue Bildformat, was den Eindruck erweckt, die (oft ohnihin nicht schlanken) Darsteller hätten eine Mastkur hinter sich......


    Ich wurde jedenfalls in den letzten Monaten mit terchnischen Begriffen und ihrer Bedeutung konfrontiert, von denen ich vorher gar nicht wusste, daß sie überhaupt existierten.....


    mit freundlichen Grüßen aus Wien

    Alfred

  • Lassen wir mal den 8mm Film beiseite, ebenso wie den Super 8 Film und den (fast unerschwinglichen) 16 mm Film

    und beginnen wir beim Videofilm.

    Für Amateure war er stets in einer Qualität, die sich sichtbar von der des damaligen Fernsehens unterschied.:

    Schlechter auflösend, weniger farbstabil (Farbrauschen) und sehr anfällig gegenüber Abnutzung. Aufgezeichnet wurde auf

    Bändern die in verschiedenen Kassettensystemen konfektioniert waren, denen aber gemeinsam war: sie waren unter aller Kritik (zumindest aus meiner Sicht)

    Dann wurde auf Mini Festplatten aufgezeichnet. Diese Episode habe ich nicht wirklich mitbekommen, was ich aber weiß ist, dass diese Festplatten recht empfindlich gegen Erschütterungen waren.


    Irgendwann um 2010 herum kamen dann hochauflösendere Kameras am Markt, die allerdings im Interlaced Modus arbeiteten, der be schnellen Bewegungen Bildfehler erzeugte, das immer nur gerade oder ungerade Zeilen angezeigt werden konnte. Das hatte dank der Trägheit des menschlichen Auges keine Auswirkungen - AUSSER bei schnellen horiontalen Bewegungen im Bild, dien bekamen die bewegten Objekte ein Zackenmuster auch Kammmuster genannt (sieghe wikipedia) Bei den alten Röhrenfernsehern war dier Effekt noch einigermaßen erträglich, bedingt durch die Trägheit des Displays. Auf modernen Flachbildschirmen indes war die Abbildung eine Kathastrophe:


    Glücklicherweise wurde in etwa zu dieser Zeit der "Progressive" Modus eingeführt, der alle Zeilen gleichzeitig darstellen konnte.

    Etwa zu gleicher Zeit war es möglich geworden die Videodaten digital auf Speicherbausteinen zu speichern, die somit Band oder Festplatte ersetzten.

    Die Technik war schon länger bekannt, aber zu teuer. Nun war sie teuer, aber doch für vile leistbar.


    Ein großer Durchbruch


    Amateuer konnten nun in der (damals) neuen Auflösung FULL HD (1920 mal 1080 Pixel) in sehr guter Qualität in Farbe filmen

    und die Daten auf einen Computer übertragen, wo sie mitteles eines Schnittprogramms aufbereitet werden konnten und von dort auf Verschiedene

    Disk -formate überspielt werden konnten....


    Fortsetzung folgt

  • Eigenartigerweise habe ich lange Zeit auf diesen Thread vergessen, vielleicht auch deshalb, weil er nur mittelbar nit unserem "Filmschaffen" zu tun hat. Aber es ist sehr nützlich, immer wenn man an scheinbar unüberwindliche Grenzen stösst, wo gewisse Dinge aus Kostengründen aoder vom Aufwwand her dem Profilager vorbehalten sind, sich vopr Augen zu führen, welche Fortschritte das Medium Video in den letzten Jahren gemacht hat und welche Probleme man eigentlich NICHT hat.

    EIN Problem, das eigentlich gelöst ist - auch wenn es viele anderes sehen - ist die Lichtempfindlichkeit. Vieles kann mit availible Light gelöst werden.

    Die Lichtempfindlichkeit der Sensoren ist - gemessen an jener zu Kinofilmen - geradezu gigantisch.


    Mit 25 ISO bei Tageslicht und 40 ISO für Kunstlicht waren die Normal 8 Amateurfilme recht unempfindlich, Gehen wir heute von 800 ISO als durchaus üblicen Wert (mit minimalem Bildrauschen) für heutige Sensoren aus, so bedeutet das einen Gewinn von 5 Blenden !!! Aber in Wirklichkeit kann die Empfindlichkeit noch weiter gepusht werden,m wobei das Bildrauschen natürlich zunimmt, aber IMO durchaus moderat. Was hier noch tolerierbar ist, wird sehr subjektiv wahrgenommen.


    Ein weiterer Vorteil ist die Löschbarkeit, sowie die Überspielbarkeit des digitalen Materials,

    Filmszenen können oft wiederholt werden ohne daß es die Materialkosten gigantisch in die Höhe treibt, allsfällige Kosten für Studio, Darsteller und eventuelle Leihrequisiten sind davon natürlich ausgenommen,

    Diese kostensparende Wiederholbarkeit ist besonders bei Amateurfilmen und Non Budget Produktionen sehr hilfreich,


    Ein weiterer Schritt noch vorne war die Einführung von 50 Bilden pro Sekunde. (60 in den USA), gegenüber den Bishereigen 24/25/30 ein Fortschritt bei schnellen Bewegungen, vor allem dann, wenn die Kameraleute auf Stative verzichten un mit ihren Geräte herumhopsen (was von der "alten Schulle" stets als UInart gegeisselt wurde.


    Fortsetzung folgt

  • Aber auf einmal war alles ganz anders. 4 K war da.

    Es gab zu Beginn einige Verwirrung um die korrekte Bezeichung, denn es gab hier 2 Standards, die aber den Konsumenten beide als 4K "verkauft" wurden.

    Da gab es zunächst die Auflösung von

    3.840 x 2.160 Bildpunkten bzw. Pixel. (auch QDHD bezeichnet. aber die Kamerahersteller von Consumergeräten verpassen diesen Geräte pft schon mal den Schriftzug 4K

    Die nächste 4K-Stufe ist das “Ultra HD“. Es bezeichnet eine Auflösung von 4.096 x 2.160 Bildpunkten. -so steht es jedenfalls in einer Beschreibung aus dem Jahre 2014 im Internet zu lesen.


    Ich kannte dann eine Zeitlang die Bezeichnungen

    4K für 4096 x 2160

    und

    UHD für 3840 mal 2160 Pixel


    Aber das Wort 4K hatte sich - der Werbeindustrie sei Dank - bereits so in den Gehirnen der Konsumenten festgefressen, daß man nach einer anderen Lösung suchte.


    Wenn ich noch am laufenden bin


    Dann ist die derzeit übliche Bezeichnung


    für 3860-2160 4K UHD

    für 4096x2160 4K CINEMA (auch schon mal 4K DIGITAL CINEMA gehört)


    Warum der Unterschied ?


    4 K UHD hat ein Seiten/Höhenverhältnis vion 16:9 was dem eines Fernehbildschirms entspricht

    4 K UHD hat ein Seiten/Höhenverhältnis vion 17:9 was dem einer "normalen" Kinoleinwand entspricht (Cinemascope etc ausgenommen)


    Am Horizont kündigen sich weitere Veränderungen an - Inwieweit der Konsument hier mitspielt ist eine interessante Frage.

  • Und weil das Forum nicht ohne Beiträge sein soll, gehen wir weiter in unseren Betrachtungen - die einerseits sehr subjektiv sind, andrerseits jederzeit von den neuesten Trends und Entwickungen überholt werden können.

    Als ich mit etwa 2016 erneut näher mit dem Thema Filmen mit Video befasste (immer mit dem Blick auf Finanzierbarkeit für den Amateur . wenngleich ich hier vermutlich die Grenze erreicht habe - was für den Amateur als unerschwinglich gilt - oder zumindest fast - kostet en Profi nur ein müdes Lächeln. Ja manchmal habe ich den Eindruck, daß die Kosten teilweise absichtlich hochgepusht werden um zu zeigen wie professionell man doch ist...


    Damals erwarb ich eine Kamera von Sony wo "4K " draufstand

    Gute Optik, nette Features, diverse abschaltbare Autommatiken. 1 Zoll Sensor


    Fürs erste war ich zufrieden. Auch die Tester lobten das Tool-

    eine Sony AX100 E (E steht für Europa)


    Ich schloss mich einem Amerikanischen Forum an, wo ein eigener Bereich für diese Kamera existierte.


    Ein älterer Teilnehmer bereiste die halbe welt und machte beeindruckende Aufnahmen mit dieser Kamera.


    Dann kamen die ersten Kritiker zu Wort.


    Es wurden vor allem ZWEI Dinge beanstandet:


    a) daß die Kamera in Wirklichkeit gar nicht der neuen 4K Norm entsprach, sondern "nur" UHD besass


    der Unterschied ist vor allem das Verhältnis von Höher zu Breite


    UHD war für den HEUTIGEN Fernsehschirm gedacht : also 16:9

    4K war für Kinoleinwände gedacht: also 17:9


    Alles OHNE richtiges Breitwandformat - dazu später mehr.


    b)daß die Kamera über einen "Rolling shutter" verfügte, der noch dazu sehr langsam war.


    Der Effekt ist vergleichebe mit dem Fehler, den eine schlitzverschluss kamera macht, mit der Erschwerniss, daß

    der Rolliing Shutter nicht horizontal, sondern vertikal abläuft, und ausserdem die Verschlusszeit bei Filmaufnahmen

    mehr oder weniger vorgegeben ist, namlich im Fall von 25 Bildern pro Sekunde 1/50


    Die Auswirkung ist ungefähr so, daß ein schnell von links nach rechts bewegtes Objekt (zb. Auto) länger dargestellt wir als es ist

    dazu kommen bei Schwenks gegebenenfalls weiter Verzerrungen und Verzeichnungen

    Kein Tester erwähnte es lange Zeit, nur ein Wiener Kameramann zeigt das Verhalten des "Rolling shutters" dieser Kameras, und bezeicvhnete ihn als das schlechteste Ergebnis, das er je gesehen hatte. Zugegebenermaßen hatte er absichtlich extrem geschwenkt und das Ergebnis war grauenvoll.


    BTW - Der Test ist unauffindbar - bzw ich konnte ihn im Internet nicht mehr finden.


    Es gibt hier einen anderen Test, der das Problem aufzeigt, allerdings waren die Bedingungn nicht so extrem.

    Dennoch: Man betrachte die Fenster des vorbeifahrenden Zuges.

    Auch dieser Tester bezeicnete den Rolling shutter dieser (für damalige Verhaltnisse eher preiswerten Kamera - 2000.-- Euro)

    als den bislang schlechtesten.


    https://www.eoshd.com/2014/03/…uch-rolling-shutter-much/


    c)daß die Camera nicht auf die amerikanische Norm auf 30 Bilder umschaltbar war


    d)daß die Kamera "zu scharf" abbikdete.

    Ich gestehe, daß ich über diesen Vorwurf damals erstaunt war. Die Kamera zeichnete knackscharf

    schärfer als jede Kamera, die später besitzen sollte und schärfer als jede mir bekannte Profi-Kamera.


    Die Kenner machten mich darauf aufmerksam, daß es sich bei der Kamera um eine "künstliche". durch automatisches Nachschärfen erzielte Schärfe handelte, die manche Betravhter begeistere, den meisten Leuten aber auf die Nerven gehe.

    Zu erkennen an mehr oder weniger ausgeprägten Säumen an den Kanten, stark sichtbarem Moire und manchmal einer gewissen Unruher im Bild , ein Partielles flackern, dessen Ursache ich damals noch nicht wusste - und anscheinend auch sonst niemand.


    e)dass die Kamera keine 50 Bilder pro Sekunde liefern konnte -

    die Technik war noch nicht wirklich verfügbar, zumindest nicht im Amatuer. oder "PROSUMER"-Bereich

    Prosumer ist ein Kunstwort- zudammengesetzt aus Profi und Consumer. Es handelte sich üblicherweise um hochwertige Produkte, die man dem Consumer als "fast professionell verkaufen wollte, aber den Profi vom Kauf abschrecken sollte, denn dem wolte man die exorbitant teuren Profimodelle verkaufen, die in der Tat besser waren - aber nicht im Verhältnis zu den Mehrkosten. Profis haben indes keine Wahl.


    Wenn man die genannten Einschränkungen in Kauf nimmt (und das ist möglich) dann handelt es sich in der Tat um eine gute Kamera, der Pres war zuletzt auf etwa 1000 Euro gesunken - und für den Urlaubsfilmer eine ausgezeichnete Wahl


    Aber ich wollte den professionellen Anforderungen so nahe wie möglich zu kommen und wartete auf eine Kamera, welche


    50 Bilder pro Sekunde darstellen konnte

    über eine individuell einstellbare Nachschärfung verfügte

    einen Global Shutter besaß


    *Der Global Shutter funktioniert anders als der Rolling shutter, hier werden alle Senseln GLEICHZEITIG

    ausgelesen, die Fehler des Rolling shutters existieren daher NICHT.

    Indes schien die Technik zum damaligen Zeitpunkt viel zu teuer...


    Fortsetzung folgt


    mfg aus Wien


    Alfred




    l

  • Aber ich wollte den professionellen Anforderungen so nahe wie möglich zu kommen und wartete auf eine Kamera, welche


    50 Bilder pro Sekunde darstellen konnte

    über eine individuell einstellbare Nachschärfung verfügte

    einen Global Shutter besaß


    Was verstehts du unter professionellen Anforderungen, was genau meinst du damit, außer dem bereits geschriebenen?
    Vielleicht kannst du mir/uns deine professionellen Anforderungen genauer erklären.

    Danke.

  • Vielleicht kannst du mir/uns deine professionellen Anforderungen genauer erklären.

    Aber gern, das wird ohnedies im Laufe der nächsten Beiträge kommen - und dann noch immer nicht abgeaschlossen sein - den die Zioet ist nicht stehen geblieben und die Technischen Anforderungen an "Professionalität" sind gestiegen - wobei ich nicht sicher bin, ob ich allen "zeitgeistigen Strömingen" folgen will.


    Der nächste Schritt war also folgerichtig eine Kamera, welche "professioneller" war.

    Und hier fiel meine Wahl auf die HCX1 von Panasonic.


    Sie war meiner subjektiven Wahrnahmung nach, die Kamera mit dem meisten Komfort, und der besten Bedienbarkeit die ich je hatte (wobei meine allererste Videokamera von 2001 - HDC SD 7070 - auch sehr komfortabel und vielseitig war - allerdings nur Full HD)


    Die HC X1

    hatte nun die immer wieder beschworenen 50 Bilder pro Sekunde

    In amerikanischen Foren wurde gelegentlich behauptet, eine Kamera, welche 50 Bilder beherrsche, habe auch weniger Problem mit dem Rolling shutter.

    Andernorts wurde das bestritten. (Ich denke, daß hier eoch ein gewisser Einfluß besteht, denn das Auslesen muß eigentlich notwendigerwaeise schneller vor sich gehen, wenn ich eine höhere Bildfrequenz verwende. Wie dem auch sei - der Rolling Shutter der Panasonic war merklich leistungsfähiger, soll heissen die durch ihn verursachten Fehler waren signifikant geringer . und mussten eigentlich provoziert werden, um störend in Erscheinung zu treten.


    Global Shutter waren noch immer nicht in erschwingliche Kameras eingebauit, ein Hersteller zug sogar eine diesbezügliche Ankündigung zurück.

    Auch wenn auf dem Karton der Kamera das Wort "professional" Prangte, so fand ich schnell heraus, daß dies . teilweise sogar bei Panasonic nicht o gesehen wurde.


    Ich konnte nun zwar mit 50 Bildern pro Sekunde Arbeiten, allerdings nur un UHD 3840 mal 2160

    Es gab zwar einen ECHTEN 4 K Modus (mit 4096 mal 2160) ABER -entsprechend der Kinonorm nur mit 24 Bildern pro Sekunde, was die einen als "professionell" beschrieben, andere als "veraltet" weil angeblich ruckelig... (Dazu noch persönliche Anmerkungen )


    Ich wollte ihnedies in UHD arbeiten (hoffentlich rächt sich das nicht eines Tages) so störte mich diese Einschränkung indes nicht.


    Es gab allerdings zwei Dinge die mich störten:

    Irgendwie war in der Werbung versprochen worden, ein 1 Zoll Sensor böte auf Grund seiner anderen Brennweite eine geringere Tiefennschärfe, was ideal zum Freistellen des Hauptmotivs wäre. Das ist zwar physikalisch richtig, wirkt sich aber nicht besonders stark aus.Allenfall im Freien, wo der Hintergrund relativ großen Abstand zum Vorfergrund hat, bzw haben kann. in innenräumen komm diese Wirkung kaum zustande.

    Des weiteren habe ich mit mit den Begriffen wie Kontrastumfang und Log - Aufzeichnungen befasst. Ursprünglich dachte ich, der Kontrastumfang von Sensoren sei physikalisch vorgegeben und systembedingt unveränderbar. HDCX1 war in einer Klasse (damals 2899.--) wo man sich mit derlei nicht befasste, es gab keine Daten dazu, und ich fand auch nirgendwo Hinweise auf 8 Bit Farbauflösung oder Begriffe wie REc 709 oder BT 2020. und auch nicht darauf, was 4:2:2 bedeutete...

    Ich gestehen, daß ich der Auffassung bin, daß 16 Millionen Farben in 8 Bit eine mehr als ausreichende Qualität bieten und daß das immer wieder beschworene Schreckgespenst "Banding" unter normalen Bedingugen nicht sichtbar ist, es sei denn man wolle die Farben mit GEwalt stark beeinflussen. Ich grade nur sehr bescheiden - weil ich schon bei der Aufnahme mittels Farbtemperatur nach meinem Willen beeinflusse. Automatischer Weissabgleich ist für mich ein NO GO.


    Was mich aber irgendwie störte, war, daß ich die Tiefenschärfe nicht so vermindern konnte, daß ich einen kinofilmähnlichen Effelt erziehlen konnte.


    Weiters fiel mir auf, daß die Schärfe nicht so herausragend war wie jene von Sony. Da stieß ich auf ein Buch, welches von Panasonic für das nahezu Baugleiche Modell gratis ins Netzgestellt wurde, bzw es gab auch ein Video Tutorial vom gleichen Autor, Barry Green, der genau erklärte, daß JEDE Kamera vorgeschärft sei - AUCH im "NEUTRALEN" Bereich - Was "neutral" sei, entscheide der jeweilige Etwickler der Kamera. Aber man könne dies selbst einstellen.(WAs bei der Sony FD AX100 NICHT möglich war.)Ein ungeschärftes Bild sei nicht ansehbar (gilt vermutlich nicht für RAW)


    Hier eine Vorstellung der UX 180, die bis auf EIN Detail mit der HC x1 identisch ist.


    Hier nun die Vorstellung (2016 ) der UX 180



    Die HCX1 ist wahnsinnig leicht zu bedienen und kann für den Fall des Falles als B Camera in unseren Produktionen eingesetzt werden.

    Sie ist die ideale "Reporterkamera " (oft als "Run and Gun" diskreditiert) - schon allein durch den doppelt wirksamen Bildstbilisator und raffinierte korrigerbare Automatiken


    mfg aus Wien

    Alfred


    Fortsetzung folgt.

  • Ich würde sagen das ist eine Sache der Betrachtung.

    PRINZIPIELL kann man ja auch mit einfacher Ausrüstung ein "professionelles Ergebnis" erzieheln, wobei die Bandbreite ja enorm ist.

    Ein Imagefim ist ebenso professionell, wie ein im Auftrag erstellter Hochzeitsfilm, ebenso eine Dokumentation.

    Und es ist ja so, daßdie heutigen Videokameras - auch die einfachen - eine Qualität bereitstellen, von der der Profi vor 25 Jahren nicht mal zu träumem wagte. Aber auch hier gibt es ausnahmen. Die großen Hollywood-Schinken der 50er Jahre waren den "normalen" professionellen Filme um Jahre voraus, denn was das Filmmatereial nicht herrgab, das löste man eben anders - als Nachtaufnahmen mit den verfügbaren Filmmatereial nicht in brauchbarer Form realisierbar waren, da erfand man eben die "amerikanische Nacht" und diverse Spielarten davon.

    ABER es gibt auch Einschränkungen. Beispielsweise nimmt das Fernsehen kein Filme in 8 Bit Modus an, obwohl sie gar nicht in 10 oder 12 Bit senden konnen.

    Umgekehrt ist es auch so, daß zahlreiche kleinere Kinos noch immer mit 2 K arbeiten. Auf die Probleme mit 4K oder UHD komme ich später noch zu sprechen


    Und auch auf den sogenannten "Cine Look" -bzw was manche Leute darunter verstehen.

    Worum es mir aber ging, als ich erneut eine neue Kamera erwarb (Canon C200) war, das "Problem mit der Tiefenschärfe zu lösen.


    Ich trenne das nun ab und schreib - der Übersichtlichkeit wegen - zu diesem Thema einen neuen Beitrag.

  • Kommen wir nun zu unserer momentanen A- Camere. Es handelt sich hier um eine Kinocamera, welche über einen super 35 Sensor verfügt. Das bedeutet, daß die Sensorgrüße annähernd der Bildgröße eines 35 mm Kinofilms entspricht (da gibt es diverse kleinere Unterschiede, mit denen ich niemand langweilen will)

    Die Kamera beherrscht wahlweise echtes 4K, UHD oder Full HD - jeweils mit speziellen Bedingungen. Canon ist hier einen eigenartigen Weg gegangen. Die Kamera erschien 2018 am Markt und war einerseits Supermodern, man har ihr aber einige Features verweigert , damit sie für Profis , die grße Spielfilme machen , weniger attraktiv wird - weil man möchte teurere Kameras verkaufen. Kameras der 10.000 Euro - Klasse sind für Amateure eigentlich zu teuer, aber von Filmemachern hätte man gerne mehr Geld.

    Prinzipiell verfügt die Kamera über (fast ) alles was sie zu einer professionellen Kamera macht. Einege Features, die mir als Amateur lieb und wert waren und auch einiege, die mir nicht wichtig waren, fehlen einfach.

    So hat die Kamerea keinen motorischen Zoom (vermisse ich nicht, da ich nicht während des Filmens zoome)

    sie hat keine Belichtungsautomnatik.

    Sie hat keinen eingebauten Bildstabilsator, der muß im Objektiv verbaut sein (aber die meistn Objektive haben keinen)


    Sie hat eine Menge Aufnahmemodi. und prinzipiell die Wahl zwischen einem 8 Bit Codec Modus, der gerne als unprofessionell bezeivchnet wird. Allerdings ist das Ergebnis IMO ausgezeichnet. In diesem Modus ist es möglich 2 SD Karten zu verwenden und auf Wunsch eine Sicherheitskopie während der Aufnahme anzufertigen.

    Im "hochwertigen" Modus hat man die Wahl zwischen 24/25/30 Bildern pro Sekunde mit 12 Bit RAW oder aber 50/60 Bilder im 10 Bit- Aufgezeichent wird hier auf eine Andere Art von Karten, mämlich auf eine CFast 2 Karte aufgezeichnet , enorm teuer ist. Ausserdem ist hier keine Parallelaufzeichnung in voller Qualität möglich, da nur ein Slot existiert. Auch wenn Profis jahrelang ohne Sicherheitskope arbeiten mussten - heut akzeptieren sie sowas nur ungern.

    Es ist auch nicht möglich in 4 K auf einen externen Recorder aufzuzeichen, weil die Funktion absichtlich nicht eingebaut wurde. Findige öpfe jaben hier eine Lösung entwickelt, in der Form,daß ein Adapter an Stelle der CFAST 2 Karte eingesteckt wirde, an dem sich eine Schnittstelle für einen externe Recorder (z-B. von Atomos)befindet. (Das ist mir zu riskant)


    Kommen wir zur Schärfenttiefe:


    In der Tat wäre die ideal. Aber die Sache hat - zu Beginn einen kleinen Haken.

    Da man nach dem Kauf der Kamera ziemlich ausgeblutet ist, nimmt man sich das KIT- Objelktiv 24-105mm F$ dazu und kommt dann mit Specherkarten knapp unter 10.000 Euro. Ich bin ein wenig pingelig und verwende selten die Offenblende. Das bedeutet, daß man mit Blende 5.6 arbeitet. Und somit ist der Vorteil der geringen Tiefenschärfe dahin. Ich habe dann nach und nach superlichtstarke Fixbrennweiten eines anderen Herstellers (Sigma Art Serie) gekauft - und ab jetzt habe ich jene Tiefenschärfe die mir ideal escheint. Dazu kommt, daß Fixbrennweiten sichtbar schärfer zeichnen als Zoomobjektive - eine Binsenweisheit, die man schon vor etlichen Jahren wusste, die aber immer wieder in Frage gestellt wird.


    Diese Objektive haben übrigens keinen Stabilisator.

    Hier ist es für viele ein Manko, vor allem für jene, die gern mit der Kamerea herumhopsen, wie das derzeit in Mode ist.


    Ich habe insgesamt 8 Objektive, wobei ich nicht alle im Einsatz hatte, darunter 2 Zooms:


    Das Canon 24-105 F 4.0 (entspräche bei Vollformat 24mal 36 etwa 35- 160 mmm)

    und

    das Canon 10-18 F 4,5-5,6 - Dies ist ein APS-C Objektiv, welches indes an der Camera verwendet werden kann

    Die Lichtstärke ist nicht berauschend, di optische Qualität indes weit besser als man be seinem Preis erwarten sollte- Dabei ist noch dazu ein Stabi inkludiert.

    Ein Arbeitsprferd.

    Bei extremen Lichtverhältnissen käme dann das Sigma 14 mm F 1,8 oder das Sigma 20 mm F 1,4 zum Einsatz.

    wird eher selten eingesetzt, aber ist beruhigend, wenn es für den Fall der Fälle zur Verfügung steht.

    Hier ist dann das Stativ obligat.



    Fortsetzung folgt.

  • Es ist eine traurige Tatsache, daß imm wieder die Anforderungen geändert werden - und zwar in kürzester Zeit und das im Zick Zack Kurs

    Ich erinner mich an folgende Entwichlungen in Bezug auf Farbe bei Computern in der Vergangenhiet.


    Commodore 24 hatte 8 Farben (Ok das war dürftig)


    Relativ bald kamen dann Computerspiele mit 256 Farben (ca 1995) Das galt as ausreichend


    Real Color war die nächste Stufe - sie bot 32.768 Farben, bzw Farböne.

    Das war ausgezeichnet, lediglich bei der Darstellung des Himmels uns ähnlicher Farberläude gab es einen Nebeneffekt zu sehen der heute "Banding " genannt wird. soll heissender Farbverlauf innerhalb einer Farbe hat nnicht genügend Nuancen und den Übergang fliessend darzustellen, es gibt leichte Stufen.


    High Color mit 65536Farbtönen war eine Verbesserung, das Banding wurde Reduzierr. war aber sichtbar, wurde aber im allgemeinen nicht als störend empfunden.


    True Color verfügt über 16.777.216 Farben, Als das erstmalig am Markt kam war es extrem Teuer, und man hielt es für "verrückt" so viele Nuancen darstellen zu wollen, mehr als ein damaliger Fernseher Bildpunkte aufwies.

    Hier handelt es sich im 24 Bit - heute wird jede der dre RGB Farben Extra berechnet, was dann 3 mal 8 Bit ausmacht


    Deep Color Meine Kamera kann im RAW Light Format im sogenannten 10 Bit Modus 1.073.741.824 Farben darstellen

    was irsinnige Speichermengen verursacht


    damit nicht genug - gibt es auch den 12 Bit Modus:

    Deep Color HDR 10+ mit 68.719.476.736 (über 68 Mlliarden Farben)


    Die Speichermenge ist die selbe wie bei normalem Deep Color aber man kann nur mit 24/25 oder 30 Bildern pro Sekunde arbeiten (50 oder 60 ist nicht möglich)


    HDR ist das neue Zauberwort - Was es prinzipiel bedeute und macht, das erkäre ic im nächsten Beitrag.


    mfg aus Wien

    Alfred



  • Ich bin sowieso - "ganz vorne mit dabei" - aber natürlich nicht "überall"


    Ich verstehe den Hype um das RAW Light Format nicht, welches sich vom 8 Bit Format nicht wirklich sichtbar unterscheidet - AUSSER man gradet Exzessiv. Und das tuee ich nicht. Ich weiss indes, daß 10 Bi unverzichtbar sind, wenn man mit greensbreen Technik arbeitet.

    Damit arbeite ich, wenn der Film fertig ist.

    Völlig unverständlich sind mit die zahlreichen Footage Samples in RAW-Light, die entweder überhaupt nicht - under schlecht colorkorrigiert wurden.


    Ich arbeite derzeit mit 50 Bildern pro Sekunde, obwohl ich auch hier keine Verbesserung sehe, 24/25 Bilder ruckeln IMO auch nicht. Jemand hat es ironisch kommentiert: "Ja bei Dir nicht - weil du keine Action Szenen mit bewegter Kamera(in meiner Jugend hiess das "Entfesselte Kamera) machst- "

    EIN Nachteil ist hier der vielgelobte VLC MEdia Player der zwar angeblich jetzt 4K wiedergeben kann, von 50 Bildern ist da aber nicht die Rede-

    Ich habe - nachdem ich -auf 50 Bilder p/sec umgestiegen bin irgendwie ein eigenartiges Gefühl gahabt, das ich nicht erklären konnte. Irgendwann bin ich dann draufgekommen, daß es ein ganz leichtes Rucklen ist, das allerdings ers nach einger Laufzeit auftritt. Ich habe das gesehen, als ich auf eine option kam, wo VLC interne Fehlermeldungen ausgibt (etwas, das ich sonst nie benutze - ich gehe davon aus, daß Programme funktionieren oder aber wenigstens die Einschränkungen dokumentieren.)

    VLC meldet, daß jeses Bild um soundsoviel millisekunden zu lange zum Einlesen brauchte.(Bei 25 Bildern funktioniert alles) Man findet im Internet kaum Hinweise darauf - weil man sich quasi im preudoprofessionellen Bereich befindet - und da " weiß man das eben "

    Ich mache Schnitt und Colorkorrektur mit Edius 9.5, auch hier bin ich schon im grünen Bereich.

    ABER inzwischen ist bereits Canon 500Mk 2 am Mark - zu einem IMO unverschämt hohen Preis, der mit weh tun würde.

    ich hätte einen Vollformat Sensor (über dessen Rolling Shutter man sich ausschweigt (?) und 5.9 K - wobei alle Welt weiß, daß der 8K Sensor das Ziel der Kamerahersteller ist -in geschatzten 2 Jahren.....

    Dann ist alles was wir heute gedreht haben Schrott von gestern....

    Ungeachtet dessen drehe ich diesen Film im gewählten Format (es gibt - völlig unverständlich für mioch - PROFESSIONELLE Produktionen, die unbdedingt 12 Kit Farbraum haben wollen uns sich mit 2K und 24 Bilder/sec begnügen........


    mal sehen was die Zukunft bringt....


    mfg aus Wien

    Alfred

  • Edius ist zwar am Anfang, je nachdem von welchem Schnittprogramm man kommt, etwas gewöhnungbedürftig.
    Ist aber stabil und es gibt fast nichts was man damit nicht anstellen kann, - meiner Meinung nach. Die Grenze ist wie immer die eigene Kreativität.
    Aber wenn du auch damit arbeitest wirst du das sowie so wissen.


    Für VFX die ich mit Edius nicht lösen kann, verwende ich BM Fusion Studio 9 oder 16.

    Meine Kamera ist ein JVC GY-LS300 und ich drehe in 4:2:2 da ich mit "greenscreen" arbeite und da ist das Entfernen des grünen Hintergrundes etwas sauberer möglich.
    Und ich drehe ausschließlich mit 24 oder 25 Bildern pro Sekunde, kommt ganz darauf an wie ich das Endprodukt dann verwende bzw. wie es verwendet wird.

  • Ja bei Greenscreen führt kein Weg an 4:2:2 vorbei.

    Die Canon kann das - Allerdings nur im Canon Cinema Raw Light Modus, welcher 1 GigaBit Speicher pro Sekunde benötiogt.

    Canon har die Ausgänge für diese Daten gesperrt sodaß es nicht möglich ist die Aufzeichung mittels exterenen Recorder aufzunehme.

    Es gibt allersing eine Fremdanbieterlösung - bin da allerdings skeptisch. Die haben einen Adapter gebaut, der an Stell der Cfast 2 Karte in den schlitz gesteckt wird und von dort die Daten ausliest, die normalerweise auf der Karte gespeichert würden, und der die Daten dann an einen exterenen Recorder (z.B. Atomos weiterleitet.

    Ich erinnere mach da immer an die Geschichte von HP, welche mittels "Update" an einem Drucker fremde Tintenpatronen erkannte und nicht mehr funktionieren liess (Dieses Upgrade hat für viel Aufsehen im Internet gesorgt und HP musste das rückgängig machen) oder aber Geräte, die kompatible Batterien von Fremdanbietern "ablehnen" Hier wird ja oft die Grenze des Unlauteren erreicht...freundlich gesagt.


    Wenn mein Film fertig ist, dann werde ich mich mit RAW befassen.

    Damit sind böse Erinnerungen verbunden, denn bei meinen Ersten Versuchen ist Edius laufend abgestürzt.

    Spaäter hat es sich herausgestellt, daß die Ursache dieser und anderer ungeklärter Abstürze eine Festplatte war, die allerdings in Tests immer wieder als einwandfrei bestätigt worden war. Eines Tage kam dann die Fehlermeldung. Mein Händler hat die Daten alle gesichert und mir binnen weniger Stunde eine neue eingebaut-

    Geblieben ist eine gewisse Abneigung gegen das speicherfressende Format...


    Edius ist wirklich hervorragend, aber kaum jemand kennt es. Sein Vorteil ist die unglaubliche Voelseitigkeit. Sein Nachteil die (im ersten Augenblick) etwas komplizierte Handhabung. Aber die Tutorials auf Discs - ich glaube insgesamt 35 Stunden. sind schon der Hammer...


    mfg aus Wien

    Alfred

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