Gedanken über Filmformate und Eigenschaften meiner künftigen Spielfilmprojekte

  • Auch wenn derzeit ein weiteres Spielfilmprojek -coronabedingt - t in weite Ferne gerückt schein, so werde ich die "verlorene Zeit" doch dazu nützen über künftige Formate und Codecs meiner Filme nachzudenken, diitto über ein Drehbuch etc. und versuchen Kontakte zu knüpfen. HIER aber geht es um Aufzeichnungsformate, Codecs, Bildfrequenzen.

    Schon für unseren Film "Die gelbe Rose", den wir letzte Jahr vollendet haben musste ich einige grundsätzliche Entscheidungen treffen, weil sonst gäbe es diesen Film ja nicht

    Diese Entscheidungen betrafen das Bildformat ormat (UHD - Breitwand)), den Codec (mp4) das Tonformat (mono) die verwendete Camera, die Sensorgrösse (Canon C200 - super 35 Sensor) und ihren Modus (Clog 3 - 8 Bit) sowie die Bildfrequenz (50 Bilder pro Sekunde)

    Nun drängen indes neue Kameras am Markt (ich habe über e mögliche Alterniativen schon im Parallelthread geschrieben, aber es ist nicht nur die Wahl der entsprechenden Kamera, sondern eben auch grundsätzlich unterschiedliche Einstellungen - hier teilweise den Trends der Gegenwart folgend - oder sie negierend.

    Ich werde in den folgenden Beiträgen ein wenig über meinen bisherigen "Leidensweg" schreiben - unter Umgehung meiner analogen Tage, lediglich auf Digital-Video bezogen.

    Die Hersteller lobten in verschiedenen Phasen gewisse Vorzüge ihrer jeweils neueten Kameras - und verschiegen die Mankos (von "Mängeln möchte ich in diesem Zusammenhang nicht sprechen)

    Und es sit auch so, daß man sich manchmal schon an den Rand des Profi-Bereichs begibt -und teilweise sogar darüber hinaus - und man davon ausgeht, daß der Kunde informiert ist....

    Im folgrnden"selbstgespräch erörtere ich gewisse "modische Entwicklungen" und erklär welche ich für sinnvoll und für weniger sinnvoll halte, und welch nach kurzer Hype rasch wieder verschwanden- und plötzlich für unwichtig erkärt wurden.

    Das werde ich teilweise an Hand der in den letzten 10 Jahren erworbenen Cameras- es sind VIER) erläutern, weder beanspruche ich, daß meine Erklärungsversuche komplett sind, noch, daß sie in allen Punkten richtig sind.

    Erfreulich ist, daß alle dies Kameras gute Ergebnisse zustandebrachten - so man sich mit ihrem "Profil" (den Stärke und Schwächen) auseinandersetzt und sich grundsätzlich damit arrangieren kann....


    Fortsetzung folgt


    mfg aus Wien

    Alfred

  • .

    Meine wirklich ersten Schritte in Sachen Videofilm machte ich 2010 oder 2011

    Ich hatte zwar schon um 1988 herum mit Video 8 Videokameras experimentiert. Sie waren schlecht in der Auflösung und anfällig gegen verwicklung des Bandes , was meist mit einem teuren Service vervbunden war. Ich fand dieses System unbrauchbar- auch wegen des Schnittes und - wartete.


    Erst um ca 2010 oder 2011 bekam ich eine HCD SD 707 zu Weihnachten (ich habe sie selbst ausgesucht) Sie war damals in ihrer Klasse mit 3 CMOS Sensoren (Für R-G-B - jeweils einer) Speicherung auf Chip (es gab damals noch Kameras mit mini Festplatten - die waren erschütterungsempfindlich) und einer Auflösung von 1920 mal 1080 Pixel

    und das im PROGRESSIV-MODUS (also nicht interlaced) dazu kam eine optische Bildstabilisierung und ein gut funtionierende Autofocus. Diverse Automatiken waren vorhanden - aber abschaltbar.Ein Weitwinkelvorsatz vom Hersteller ermöglicht wirkliche Super-Weitwinkelaufnahmen.

    Ja es gab damals bereits einen 50 Bilder Modus in der Kamera - aber - abgesehen von einem Miniprogramm, das der Kamera beilag, kein Schnittprogramm, welches den 50 Bildermodus verarbeiten konnte. - zumindest kannte ich damals keines.....

    Als ich die Schärfe der Kamera erstmal am Fernseher sah, war ich hellauf begeistert. Da sollte man schon Spielfilme damit machen können - oder doch nicht ?

    Bei längerem Austesten und belanglosen Filmchen in der Stadt sah ich zu meinem Entsetzen ein Phänomen, das ich mir zunächst nicht erklären konnte:

    Unter gewissen Voraussetzungen trat an bei gewissen Oberflächen (Laub oder Kies) ein schreckliches "Flackern" -während die restlichen Teile des Bldes davon nicht beeinflusst wurden. Niemand war imstande das Phänomen zu erklären, vielleicht eine Abart des Moire Effekts. verbunden mit "Überschärfung" oder auch durch den Codec verursacht. Von letzterem hatte ich damals noch keine Ahnung....

    Ein weiterer Punkt war, deß es mir nicht gelang eine gewollte Hintergrundunschärfe zu erzielen. hier war mir bald klar, daß das an dem kleinen Sensor lag (dessen Größe nirgends erwähnt wurde) und den daraus resultierenden Brennweiten lag. Ideal für Amateure, denn so wurden eigentlich immer alle Aufnahmen scharf.

    Die Kamera benutze ich noch heute- weil sie klein und unauffällig ist und für die Wiedergabe am Monitor oder am Fernseher (auch wenn dieser 65 cm Diagonale hat) ist ausreichend, bzw gut bis sehr gut.....

    -------------------------------------------------------------

    wird fortgesetzt

  • Das soll natürlich keine Geschichte der Video-Historie werden -Dennoch ist es hilfreich sich ein wenig mit den Entwicklungen zu befassen.

    um 2016 Kam ein weiterer Durchbruch in Sachen Auflösung.


    4K hieß das Zauberwort

    und stolz prangte es auf meiner damals nagelneuen Sony FDR AX 100


    mit 3840 mal 2160 Pixel

    Tatsachlich wurde allerdings später festgestellt, daß dieses Format lediglich für Fernsehen und Internet entwickelt wirde (16:1)

    und ECHTES 4 K

    4096 mal 2168 (17:1) haben solle

    DAS wäre das neue Standardformat für Kinofilme

    Es gab da Diskussionen und viele verschiedene Bezeichnungen - inzwischen (oder ist das auch schon wieder überholt ?')

    scheint man sich auf die Bezeichnungen 4K und 4K UHD (steht für ULTRA HIG Density) geeinigft zu haben.


    Die Sony Kamera kostete bei ihrem Erscheinen rund das Doppelte wie die FULL HD Panasonic (also 1999 Euro)

    und war - abgesehen von der höheren Auflösung etwas spartanischer ausgestattet.

    so fehlte beispielsweise der 50 Bilder Modus.


    Die Kamera glänzte mit (Über) schärfe was ich anfangs begrüsste- solange bis man mich darauf aufmerksam machte, daß das von vielen als unangenehm empfunden werde und der schon bei ihrem Vorgänger beschriebene (Pseudomoire-Effekt) dadurch verschlimmert werde. Im gegensatz zur Panasonic war die eine Fixeinstellung und nicht beeinflußbar.


    Und dann lernte ich ein weiteres Manko von CMOS -basierten Viedeokameras kennen, den sogenannte Rolling shutter.

    Wer sich dafür interessiert der schalge bei Wikipedia nach. Ich beschränke mich nur auf die wichtigsten Auswirkungen:

    Durch die spezielle Technologie erscheinen Objekte, die SCHNELL quer durchs Bild fahren (Auto, etc) in ihren Proportionen verändert, einerseit werden sie gedehnt, andreseits leicht verbogen ("Banane")

    Diesen Fehler besitzt so gut wie jeder Videokamerea - leider War die Sony FDR AX 100 geradezu ein Musterbeispiel für einen extrem miesen Rolling Shutter

    Es war mir ein Trost, daß "in Bälde" ECHTE 4 Kamera auf den Markt kommen sollen ausgerüstet mit Global Shutter (der KEINE Verzerrungen aufweist )und 50 Bildern pro Sekunde.

    Die Lust an dieser Kamera war mir vergangen und ich nahm nur wenig mit ihr auf. Für "Privataufnahmen" reichte sie allemal, und vermutlich auf für mehr. wenn man gewisse Einstellungen vermied. Zudem war gab es zu dieser Kamera keinen Weitwinkelvorsatz....

    Damals wurde in amerikanischen Foren darauf hingewiesen, daß 50 Bilder pro Sekunde das unangenehme Ruckeln vermeiden würden und (angeblich) den Rolling Shutter-Effekt vermindern würden. Ich muß sagen, daß ich kein Ruckeln bemerkt habe - angeblich weil ich jegliche Schwenks vermid - eine golde Regel aus Normal 8 Zeiten, wo das bei 16 Bildern/Sekunde ein erstes Gebot war....


    Wird fortgesetzt

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  • Die nächste Kamera war Panasonic HC-X1 E (wobei E) für Europa stand.

    Also

    24 Bilder in ECHTEM 4 K (17:1)

    25 und 50 Bilder für UHD (16:1) (statt 30 oder 60 Bilder bei den US Modellen)

    Verbaut war - wie schon bei der Sony 1 sogenannter 1 Zoll Sensor

    (dessen Name lediglich historisch bedingt ist die Bildfläche ist in etwa 12 mal 8 mm und ist somit einen Hauch größer, als jenes eines klassischen 16mm Schmalfilms)


    Die Kamera hat ein hervorragendes Zoom Objektiv mit einer variablen Lichtstärke (je nach Zoomeinstellung ) von 2,8- 4,5

    Das wäre bei normalen Lichtverhältnissen in Anbetracht der hohen Lichtempfindlichkeit des Sensors IMO völlig ausreichend (ich habe wunderbare Naschtasufnahmen damit gezaubert. (siehe Weihnachtsclip vom Wiener Christkindlmarkt vor dem Rathaus, den ich für den "Advenkalender 2017" für das "Tamino Klassikforum" an einem Abend gedreht habe)

    Um die Computerausrüstung meiner Zielgruppe nicht zu überforden, ist dieser Clip nicht mit 50, sondern lediglich mit 25 Bsec gedreht - in UHD

    Ich finde, die Kamera macht - auch in Bezug auf Kontrastverhalten - einen guten Job




    Ich kann diese Kamera (einst ca 3000 Euro, heute, ca 2550 Euro)

    Uns selbstverständlich kann man mit ihr Spielfilme drehen - allerdings mit Einschränkungen

    Auf Grund des doch RELATIV kleinen Sensors und den damit verbundenen Brennweiten, so wie der eher moderaten Lichtstärke des Objektives ist es nur unter idealen Bedingungen (im Telebereich bei offener Blende) möglich einen unscharfen Hintergrund zu erzielen.

    Dies ist bei Fernehproduktionen - die oft den Eindruck einer Reportage hinterlassen (sollen ?) nicht wirklich von Belang, indes gilt die "Freistellung" (scharfer Vordergrund, hinter Grund verschwommen oder sogar durch Unschärfe fast unkenntlich) als typtisch kinofilmartig, zumindest wird das von vielen so empfunden. Eigentlich entspricht das nicht dem natürlichen Empfinden unseres Auges - aber hat sich als filmischer Kunstkniff durchgesetzt - man kann auf das Wesentliche fokussieren.

    Und bei Landschjaften ist es dann tatsächlich so - daß auch REAL der weit entfernte Hintergrund - bedingt durch die Verunreinigungen in der Luft - mit zunehmender Entfernung diffuser wird.

    Ferner ist es so, daß ein Ein Zoll Sensor eine andere Wiedergabe der Perspektive
    zeigt, als ein Super 35 Sensor, dessen Abmessungen ungefähr die eines 35 mm Films haben, und der sich somit ähnlich verhält.

    Auch diese Kamera verfügt nur über einen "Rolling shutter, der aber wesentlich besser ist, als jener der ältern (und billigeren) Sony

    Sieht man im Internet "Rolling Shitter" Bilder so mag einem das Grausen kommen - Diese sind aber lediglich Demos um das Prinzip zu erklären und wurden entweder mit alten Sensortyspen oder mit speziell Präparierten gemacht. In der Regel sind die Rolling shutter-Effekte heutzutage tolerabel, so ich es richtig verstanden habe, durch eine significant kürzere Auslesezeit...

    Im High end- Bereich wird man vermutlich KLameras mit Global Shutter finden.

    Ein Problem im Amateurbereich ist, daß die Hersteller nur die GUTEN technischen Daten veröffentlichen...und gelegentlich auch beschönmigen...


    Wird Fortgesetzt.

  • Seit 2018 ist die Canon C200 unsere Hauptkamera - Mit ihr habe wir auch zu 99% des Films "Die gelbe" Rose gedreht.

    Ich musste mich ein wenig an sie gewöhnen - nun liebe ich sie.

    Auf einiges muss man verzichten, wobei ich das Fehlen eines Motorzooms nicht als Manko enfand, denn ich abe das sowieso nie benutzt.

    Anfangs habe ich den Hype, der um den Dual-Pixel Autofocus gemacht wird, nich so rchtig verstanden, ich war tedellosen Autofucus schon in der Vergangenheit gewohnt. Aber das besondere ist der genaue Autofocus auch be diesem großen Sensor, der ja a priori wenig Tiefenschärfe bietet. Das hat man gewusst und gewollt, aber zu Beginn musste man lernen diese Eigenschaft gezielt einzusetzen.

    Ich muss allerding sagen, daß es schon auch workommen kann, daß der nachführende Autofocus für einen Moment an Schäfe verliert, vesonders unangenehmdann, wenn man es erst beim Schnitt bemert.

    Daher habe ich lange Zeit manuel fokussiert - und jetzt benutze ich am Liebsten den one Point autofokus, soll heissen die Kamera stell auf den angewählten Punkt scharf und zeigt das durch grünes Aufleuchten des Indikator ad. Danach bleibt der Focus unverändert.. Ich habe einal daheim die Gesichtserkennung (und somit den Focus darauf) eingesstellt. Beim Dreh ist mir das urplötzlich eingefallen, da war aber schon ziemlich viel gedreht. Und hier muss ich sagen - hat die Kamera ( bei optimalen Licht- und Kontrastverhältnissen im Freien) sehr zuverlässig gearbeitet. Einfach perfekt.

    Der große Super 35 Sensor schafft die gleiche Perspektive wie beim 35 mm Kinofilm, die Möglichkeit des Objektivwechsels ist ein weiteres Plus.

    Ich verwende Photobjektive für Vollformat 35mm Vollformqat. - und das im durch Kaschierung erzielten Breitwandformat. Das bedeutet in der Praxis, daß diese Objektive nur un der Mitte verwendet werden, was allfällige Vignettierungen bei den offenen Blenden, so wie Chromatische Abberation (Farbfehler - vorzugsweise an den Bildrändern mehr oder weniger unsichtbar bleiben. Wir holen uns also das Beste aus dem Objektiv. Ausgenommen ist das Canon 10-18 mm, welches nur für APS C Format geeignet ist - aber hier gibt es keine Probleme mit den Ränder, weil das Objektiv lediglich über eine Offenblend (je nach Zoomeinstellung von 4,5 bis 5,6 verfügt.


    Die Kamera

    zeichnet entwede im mp4 format (8 Bit)auf

    oder im Canon RAW Light format (10 oder 12 Bit - je nach Bildfrequenz)


    Warum ich derzeit im 8 Bit Format aufnehme erkläre ich im nächsten Beitrag


    mfg aus Wien

    Alfred

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  • Wie versprochen erkläre ich nun, meine Entscheidung in 8 Bit (mp4) aufzunehmen.

    Zum einen ist der Speicherverbrauch signifikant niedriger.

    Zum anderen ist - entgegen einiger anderlautender Aussagen - die Qualität fast identisch

    Soll heissen - sie ist unter Normalbedingungen IMO überhaupt nicht unterscheidbar

    Das haben auch schon andere LEute wie ich bemerkt.

    Es wird immer wieder behauptet, daß erst beim Colorgrading der 'Unterschied sichtbar wird - in Form von Banding

    Das stimmt mit Sicherherit - allerdings nur wenn EXZESSIV Gegradet wird - etwas , das derzeit in Mode zu sein scheint.

    Jahrzehnte haben Filmschaffende um eine ´naturgetreue Farbwiedergabe gekämpft, heute versucht man sie künstlich zu verändern.

    Heute werden Filme hingetrimmt, wie Analogfilme aussehen zu lassen, dank einer Zyklam-Orangen Farbgebung.

    Ja- Folme der vergangenheit sehen in der Tat so aus - nämlich dann wenn das Materiel gealtert ist - Als die Filme NEUI waren, waren sie (weitgehend) natürlich - und wenn nicht so war das unerwünscht, und trat vor allem dann auf, wenn billiges Farbfilmmaterial eingekauft werden musste.

    Es gibt allerdings einen Einsatz wo man auf 10 ider 12 Bil Farbwiedergabe umsteigen soll, und das wäre, wenn man greenscreen Aufnahmen machen will oder muss. Bei 8 Bit könnte es sein, daß feinste Reflexe im Haar etc nicht perfekt ausgefiltert werden. Wir kennen das alle vom Fernsehen, wo man das - speziell bei Nachrichtensendungen sehr gut sieht.


    Kann meine Kamera keine 10 Bit oder 12 Bit (Raw-Light) ??

    Doch das kann sie

    ABER: während sie für 8 Bit 2SD Slots bereitstellt, gibts für 10, bzw 12 Bit nur EINEN !

    Das bedeutet in der Praxis, daß, wenn der Chip defekt wird, KEINE Sicherheitskope zur Verfügung steht.

    Ich hielt das nicht für wichtig - und habe gelacht. Als aber gleich 2 mal je eine SD Karte defekte SD Karte beim Dreh erleben musste (und ich dank parallel laufenden Zweitchip weiterdrehen konnte) bin ich vorsichtiger geworden.

    Das ist genau das was der Hersteller beabsichtig, : Das der Profi zur nächst teurerern Kamere greift, wo im 10 oder 12 Bit Verfahren mit Sicherheitskopie gefahren werden kann. Ditto ist die exteren Aufzeichnung auf eine SSd Festplatte nicht in 4K oder UHD möglich. Der Ausgang wurde blockiert. Fremdhersteller bieten Adapter an die die UHD Verbindung über den Karteneinschub ermöglichen, dann wäre das Speichermedium zwar preiswerter - aber ebenfalls keine Sicherheitskopie möglich.


    Im nächsten Beitrag schreibe ich, was die Folgekamera für vorteile brächte und welche nicht, bzw welche Vorteile ich überhaupt nicht bräuchte (zb Zeitlupe)Auch meine Kamera hat Zeitlupe, allerdings in sichtbar schlechterer Qualität, was mich nicht stört, weil ich es sowieso nicht benütze.


    LG aus Wien

    Alfred

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  • Danke für deine vielen Beiträge. Sind teilweise recht aufschlußreich, teilweise deshalb, weil man vieles ja aus eigener Erfahrung kennt.

    Was meiner Meinung nach bei dem ganzen Fokus auf der Technik, Kamera, Licht, Schnittprogramm etc. eigentlich viel, viel wichtiger ist, ist eine gute Geschichte für den Film. Die bleibt meist auf der Strecke.
    Was nützt die tollste Technik, das tollste Schnittprogramm, wenn die Geschichte für A und F ist.
    Ich lese immer wieder in den diversen Foren, mit dem neuen Update vom Schnittprogramm XY, da habe ich jetzt 400 Effekte, da hab ich einen tollen Titelanimator, und ein Superplugin für was weiß ich, aber brauche ich das wirklich.

    Nimm einen wirklich guten Kinofilm, der hat eine Geschichte, der hat harte Schnitte, Schwarzblenden, Rückblenden die sich irgendwie von der Realzeit des Filmes unterscheiden. Das wars.

    Was zählt ist die Geschichte.
    Das soll deinen Schreibfluss nicht unterbrechen sondern produktiv ergänzen.

    Lg
    Filmkünstler


    Alle meine Beiträge stellen meine subjektive Sicht auf das jeweilige Thema dar.

    Die weibliche Form ist der männlichen Form gleichgestellt. Lediglich aus Gründen der Vereinfachung und leichteren Lesbarkeit wird die männliche Form gewählt.

  • Lieber Filmkünstler.

    Ich freue mich, wenn Du meinen Schreibfluß unterbrichst

    Und ich werde Deine Anregung aufgreifen, auch eteas über die "Story" zu schreoiben. Über die des fertigen Films bräuchte ich eigentlich gar nicht zu schreiben, weil der Film eben fertig ist.

    Vielleicht schreibe ich über künftige Stories auch nichts, weil ich hier einen etwas anderen Standpunkt habe, als die meisten.

    ich habe kein "soziales Anliegen", keine "Botschaft an die Welt", nich interessieren keine "gesellschaftpolotischen Problem" oder "Armut in irgendwelchen Teilen der Welt" - und ich bin technisch nicht in der Lage, irgendwelche Supereffekt in Sience Fiction Filmen darzustellen, ich kann auch nicht die halbe Welt bereisen

    Die Geschichte muß sich also nach den ÖRTLICHEN und PERSONELLEN Gegebenheiten richten

    und man muß darauf achten inwieweit die Geschichte mit den verfügbaren Mitteln realisierbar ist.

    Und zwar mit Rücksicht auf allfällige Imponderabilien. Ich habe beispielsweise einen Lampenpark , der vermutlich dem ener kleiner Filmgesellschaft gleicht - und habe nur selten was davon eingesetzt, weil mir available Light einfach lieber ist - auch um den Preis geringfügigen Bildrauschens.

    Und last but not least, sollte man ein PUBLIKUM haben, das von der Geschichte erreicht wird. Und das halte ich für einen eventuellen Schwachpunkt meines Films. Erbaut auf einer ironischen Sichtweise der gegenwärtigen Welt auf, macht sich über Zeiterscheinungen lustig. Seine Waffe ist das WORT und die Bloßstellung von Archetypen durch Überzeichnung deren Fehlverhaltens.

    Der Film verstößst gegen das erste Gebot heutigen Filmemachens: NIEMALS OHNE DROHNE.

    Ausserdem hopst der Kameramann nicht mit seinem Gerät herum, sodaß man anschliessend auf der Leinwand keine Details erkennen kann

    Dann entält er IMO jede Menge von bissigem, zynischen oder schwarzem Humor, mach sich über heilige Kühe der derzeitigen Gesellschaft lustig

    Wer versteht das heute noch ?

    Man wird sehen - vielleich erleben wir eine Überraschung. Binnen der nächsten 2-3 Wochen werde ich ein wenig über Storys schreiben. Allerdings habe ich immer Angst, daß jemand was abkupfert. Deshalb kein kein Darsteller das gesamte Drehbuch - nur den Teil, den er braucht. Angeblich wurde das teilweise beim professionellen Kinofilm auch so gehalten. Und auch in der Werbung - Da kenne ich eine lustige (wahre) Geschichte....


    mfg aus Wien

    Alfred

  • Ich habe hier nicht den Film gemeint, den Du/Ihr gemacht habt, sondern, dass der Schwerpunkt beim Filmemachen nicht mehr auf der Geschichte, sondern auf der Technik, den Effekten, der Schnittsoftware liegt.


    LG

    Lg
    Filmkünstler


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  • Bis zu einem gewissen Punkt ist das auch nachvollziehbar.

    Die "normale" Spielfimproduktion - hier nehme ich "High End-Produktionen aus

    hat das Problem, daß der Amateurfilm in akzeptabler Qualität ihr schon verdammt nahe auf den Pelz gerückt ist.

    Womit will man das Publikum noch beeindrucken ? Sex ? Lächerlich. Das internet ist voll davon - Gratis.

    Eine originelle Geschichte ? Das meist ist ausgereizt.

    Unterhaltungsfilm a la Schlagerparaden der 50er ?, wo eine dünne Handlung (meist die gleiche aber anders verkleidet) lediglich dazu diente Die neuesten deutschen Schlager vorzustellen, dei dann gekauft werden konnten oder immer im Wurlitzer im Espresso gespielt wurden ? Tempi Passati

    Was geht sind Krimiserien a la Inspector Barnaby oder der Bulle von Tölz, wo eigentlich nicht der Krimi sondern die spöttische D Beobachtung und Darstellung im Mittelpunkt steht. Ironischerweise waren auch die Filme nach Romanen von Rosemary Pilcher ein Erfolg, obwohl sie doch eigentlich indirekt in der Nachfolge der bei uns längst verpönten Heimatfilme standen (Schöne Landschaft, edele Menschen , ein oder zwei Bösewichter, etwas Spannung, unerwiderte Liebe etc, danach Happy End oder edler Verzicht mit bittersüssem Ende wo man einen anderen Partner akzeptiert und sich ins unvermeidlich fügt.)

    Was macht das professionelle Lager also: Staraufgebot und Millionneaufwand. Es genügt schon zu schreiben, wie viel hunderte Milionen Dollar ein Film gekostet hat um das Interesse zu wecken.

    Das Fernsehen verlangt beispielsweise eine 10 oder 12 Bit Farbauflösung - und akzeptiert keine 8 Bit. Das klingt einleuchten - ABER der Clu dabei ist, daß derzeit nur 8 Bit gesendet werden kann. Mir drängt sich der Verdacht auf, daß man hier Allianzen schmiedet damit nur die etablierten Filmkonzerne ins Geschäft kommen können (Ich bin glücklich, daß ichweder Filme machen werde, die fürs Fernsen, npchj für Netflix intereressant sein können, dort gibt es sogar eine Liste von Kameras, die für ihre Produktionen "approbiert" sind.....

    Es ist also schon so, daß man mittelfristig sich um das technische Umfeld sorgen muß. Ich habe derzeit UHD oder 4 K oder Full HD - Die ersten Kameras mit 8 K sind bereits heraussen- Black MAGIV bietet die neue URSA MINIPRO 12K zu einem moderaten Preis (ca 12.000 Euro) an, wobei das auf jeden Fall in mindet 8K heruntergerechnet gerechnet werden muß, damit es wenigestens auf einem Superschnellen Computer mit superschneller Grafikkarte und Riesenfestplatte verarbeitet werden kann, nebenbei erfährt man, daß kaum ein am Markt befindliches Objektiv (einige sündteure Cine- Objektive ausgenommen, welche - das ist kaum herauszufinden)die erforderliche Auflösung erfüllen können.

    Es ist schwer, festzustellen, was wichtig, und was unwichtig ist, was sich durchsetzen wird und was nicht.Viele kinos können nur 2 K (entspricht in Etwa Full HD. und ich habe mich in den letztn Monaten sehr genau über die Leistungen der einzelnen formate auseinandergesetzt. Zum beispiel mit der Frage ob 4k oder Full HD ausreichend ist, die Qualität eines klassischen 35 mm Filmes (also nicht 55 oder gar 70 mm) zu erreichen. Die Antwort, die ich recherchiert habe, liess mch staunen:

    Ein durchschnittlicher 35 mm Kinofilm ist von der Auflösung her etwas besser als 2k (Full HD)

    ABER nur am Negativ. Sobald er auf Positiv kopiert wird (und das ist natürlich zwingend der Fall) verkliert er signifikant an Auflösung und der digitale 2k Film ht die Nase vorn !!

    Kaum zu glauben, aber ich habe in einem Filmklub ein kurzes Stück meines Films (runtergerechnet auf FULL HD (etwa 2K) auf einer 4,2Meter breiten Leinwand gesehen - und die Schärfe war umwerfend. Ein Kino versicherte mir, daß auch 7.8 Meter tadellos möglich wären.

    Das würde bedeuten, daß (was sowieso nicht inFrage kommt)die 4K Version des Flme theaoretisch auch auf der 14 '(?) Meter breiten Leinwand des Gartenbau-Kinos gezeigt weden könnte.

    Bemerkung am Rande; Was ich nicht wusste, ist, daß Der berühmte Film "Vom Winde Verweht" ursprünglich auf 35 mm gedreht wurde- und erst später auf 70 mm umkopiert wurde. Das Gewicht ist beträchtlich.

    Ich glaube, daß ich jetzt "erschöpfend geabtwortet habe, werde dann mit den technischen Gegebenheiten fortfahren und mich bald mit Eigenschaften zukünfiger Storys befassen.


    Beste Grüße aus Wien

    Alfred

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  • Ganz Deiner Meineung, wir betrachten den gleichen Punkt, nur aus unterschiedlichen Richtungen.

    Lg
    Filmkünstler


    Alle meine Beiträge stellen meine subjektive Sicht auf das jeweilige Thema dar.

    Die weibliche Form ist der männlichen Form gleichgestellt. Lediglich aus Gründen der Vereinfachung und leichteren Lesbarkeit wird die männliche Form gewählt.

  • Ich möcht heute ein wenig auf Deine einzelnen Punkte eingehen:

    Was meiner Meinung nach bei dem ganzen Fokus auf der Technik, Kamera, Licht, Schnittprogramm etc. eigentlich viel, viel wichtiger ist, ist eine gute Geschichte für den Film. Die bleibt meist auf der Strecke.

    Ich finde schon, daß die Technik einen hohen Stellenwert hat, denn andernfalls würden ja die Profis nich ih gutes Geld in sündteure Arris, Superscheinwerfer und einen gigantischen Technikpark investieren. Wenngleich hier auch ein Teil "Imagepflege" mit im Spiel ist.

    In gewisser Weise fahre ich ja auch auf dieser Line, weil MICH in meiner Jugend (ich hatte mit 16 die erste 8mm Kamera)das Medium Film faszinierte und ich mir leider das nicht leisten konnte, was ich benötigt hätte.

    So hoffte ich, über dieses Forum Leute zu finden, die auch mal an einem Film mitwirken wollten, weil sie die Technik interessierte. Das war in mehrfacher Hinsicht eine Fehleinschätzung - Ich habe - mit Müh und Not - genügend Leute für meinen Film bekommen. Aber sie waren nicht an Technik und auch nicht an diesem Forum interessiert. Alle Kontakte liefen über email oder Telefo

    Was nützt die tollste Technik, das tollste Schnittprogramm, wenn die Geschichte für A und F ist.

    Über die Bedeutung der Geschichte an sich werde ich im speziellen Thread - der erst gestartet wird - schreiben

    Bzw es werden ZWEI Threads mit ähnlichem Thema, aber anderem Schwerpunkt schreiben

    Der eine wird sich mit der Frage: "Was ist ein guter Film" - bzw was verstehen WIR darunter befassen, der ander mit Storys etc...

    Ich lese immer wieder in den diversen Foren, mit dem neuen Update vom Schnittprogramm XY, da habe ich jetzt 400 Effekte, da hab ich einen tollen Titelanimator, und ein Superplugin für was weiß ich, aber brauche ich das wirklich.

    Die in den herkömmlichen Schnittprogrammen mitgelieferten Effekte sind in der Regel unbrauchbar, weil "unprofessionell". Sie stammen aus den Kindertagen des Fernsehens, wo man sie in den Nachrichtensendungen einsetzte. Als sie niemand mehr wollte, wanderten sie in den Amateurbereich. Ähnlich ist es mit den Titeln. Ursprünglich waren Filmtitel weisse Schrift auf schwarzem Grund. Allmählich wurde immer mehr aufwand getrieben , die Titel wurden "kreativ". Gerade diejenigen die einst mit Einfallsreichtum glänzen wollten, die wirken heute antiquiert und teilweise amateurhaft. Meine Titel sind derzeit eher schlicht. Eine Alternative wäre, den Titel bereits als Teil des Einstiegs in den Film zu gestalten.

    Das gefällt mir ganz gut - war mir aber diesmal zu aufwändig, vor allem, da wir nicht wussten, wie lange der Film tatsächlich werder würde (dazu mehr im Bereich "Story"

    Nimm einen wirklich guten Kinofilm, der hat eine Geschichte, der hat harte Schnitte, Schwarzblenden, Rückblenden die sich irgendwie von der Realzeit des Filmes unterscheiden. Das wars.

    Mein Film - und auch die Kommenden - verwendet Auf- und Abblendungen (Schwarze - es gibt (IGITT) jetzt auch weisse - aber das tut mir in den Augen weh) Überblendungen (ist altmodisch, ich weiß, aber IMO sehr wirksam) und dann _harte Schnitte.An einer einzigen stelle hab ich Wischblenden gesetzt, das war dramaturgisch optimal für den entsprechenden Anlass. (sieht aber nur in der 50 Bilder/sec Version einwandfrei aus.

    ______________________________________________________________________________

    Was zählt ist die Geschichte.

    Das ist vielleicht ein wenig optimistisch

    Ich habe darüber nachgedacht - und bin in diesem Zusammenhang auf erstaunliches gestossen.


    Man soll nin nicht den Eindruck gewinnen - ich könne meine Erkenntnisse - oder meine Ausrüstung optimal einsetztn und das Ergebnis würde ein einigermaßen optimals sein. Das ist mit Sicherheit nicht der Fall. Ich muß mich zahlreichen Inponderabilien unterwerfen. So ist es mit meinen Mitteln de facto unmöglich, wenn ich einen "Regiefehler" nach der 5. Schnittsitzung erstmals bemerke, die Szene zu wiederholen - weil das entsprechende Set dann schon abgebaut ist - und ich ausserdem wieder 4-5 Wochen warten muss, bis ich alle Darsteller wieder beieinander habe. Zudem: Im professionellen Bereich kostet es Geld - im Non BudgetBereich - verdirbt es die Laune der Darsteller ( wenngleich ich in der glücklichen Lage war, das nicht erleben zu müssen) - und das ist IMO das Allerschlimmste. Klaus Kinsky hätte ich nicht mal beschäftigt, wenn er gratis für mich gearbeitet hätte........


    mfg aus Wien

    Alfred

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