In welchem Format und Codec sollen die Filme der Zukunft gedreht werden ?

  • Ich habe ja ein wenig über die Entwicklung der Videotechnik in anderen Bereichen des Forums geschrieben.

    Leider entwickelt sich die Technik, bzw deren Bewertung nicht linear, also progressiv, sondern scheint Moden zu unterliegen.


    Als ich endlich meine erste Videkoamera hatte wurde ich schmerzlich mit den Eigenheiten einew Rolling Shutters konfrontiert -damals hiess es, daß die nächsten Generationen von Kameras über den technisch besseren Global Shutter verfügen werden - Das ist aber bis heut nicht der Fall. Die Rolling Shutters sind besser geworden, aber sie sind natürlich nicht fehlerfrei.

    Zur gleichen Zeit wurde betont, daß die Zukunft des Videofilms bei 50 Bildern pro Sekunde liegen werde (manche sprachen sogar von 100 !) Damit wäre das "schreckliche Ruckeln" endgültig behoben. Obwohl ich das "schreckliche Ruckeln eigentlich nie wahlgenommen habe (nicht mal wirklich bei 6mm Filmen die 16 bzw 18 Bilder aufwiesen - dort aber zumindest im Ansatz)habe ich eine Kamera angeschafft, die 50 Bilder lesit, sogar jedoch 30 und 60 Bilder (US-Norm)

    Aber man soll hier in Europa keine 30/60 Bilder verwenden, weil LED -Beleuchtung gegebenenfalls flackern könnte.

    (ICh habe unlängst TROTZ korrekten 50 Bildern ein flackernde Straßenbeleuchtung im Film gehabt - scheinbar hat die Stadtverwaltung gespart und technisch überholte LEDs aufgekauft......(Neuere Typen flackern angeblich nicht mehr)

    KINOs hätten gerne Videos mit 24 Bildern pro Sekunde - das ist dort die momentane Norm - aber an sich eigentlich veraltet.

    Ausserdem können viele kein 4 wiedergeben

    mit der Canon 300 -die ich entfernt ins Auge fasse bekommt an einen Neuen Sensor, der ZWEI unterschiedliche Empfindlichkeiten aufweist !

    Nein- nicht zum Umschalten, es werden ZWEI Bilder registriert, eines für die dunklen eines für die hellen Stellen. Durch den so erzielene Kontrastumfang vo n >16 Blendenstufen !!!

    gehören Bildrauschen in den dunklen Partien und überstrahlern der Lichter (weitgehend der Vergangenheit an -zumindest behauptet das der Hersteller.

    IMO bringt es allenfalls eine Verbesserung, aber in der NAtur sind die Kontrastumfänge um ein mehrfaches größer.

    Was man erst mitbekommt, wenn man die Werbeaussagen liest, ist, daß dieses Feature nur bis 50(60) Bilder zur Verfügung steht bei 50(60) Bildern oder mehr schaltet der Sensor automatisch in den "Normalmodus" und dann ist der Kontrastbereich bei etwa 14 Blendenstufen...

    Dann gibt es noch HDR - inwieweit das aber zukunftssicher genormt ist, das entzieht sich meiner Kenntnis


    Als ich mit UHD endlich im Reinen war stellte ich auf 50 Bilder um. Dabei stellte ich fest, daß mich irgend eine Unruhe in der Wiedergabe störte, die mit laufender Spieldauer immer ärger wurde: Irgendwann fand ich die Ursacher heraus. Der VLC Videoplayer war für 50 Bilder gar nicht geeignet.Er hat eine eingebaute Funktion, die anzeigt, wenn beispielsweise die Bilder zu langsam geladen werden - und welchen Wert die Verzögerung hat (Das muß man erst mal finden !!)

    Der Windows Mediaplayer startete nicht mal, wenn man auf 50 Bilder Betrieb umschaltete.

    Ein Freund empfahl mir einen speziell angepassten Windows mediaplayer (aus Russland), der funktinierte. Allerding macht er gelegntlich auch Fehler in form von Bildstörungen. Bei dieser Gelegenheit entdeckte ich, daß Windors irgendwann im Rahmen von Updates scheinbar eine neue Version des Windows Media-Players aufgespielt hatte- und die funktioniert -scheinbar EINWANDFREI. Das Problem ist, daß sich offensichtlich nur wenige Leute im Amateurbereich auskennen - von Herstellern ganz zu schweigen. Das ganze ist eine Riesige Bastelwerkstatt....

    Irgendwie scheint das aber zum Thema Film zu gehören. Ich habe viel gelesen inzwischen und wenn man über Cinerama (3 Parallel Laufenden 35 mm Cameras bzw Projektoren UND ein separiertes synchronisiertes Magnetband mit 6 Spuren (ursprünglich 8)- dann beugt man sein Haupt in Demut.


    Könnte ich mich entschliessen mit 24 oder 25 Bildern aufzunehmen statt 50, so wären viele Probleme gelöst.Wie zukunftssicher aber die geringen Bildfrequenzen sind - das ist die Frage....


    Dan gibts auch noch das Tearing Problem. Bei mir daheim ist es gelöst -weil meine Monitore und Grafikkarten G-sync eingerichtet haben - aber wir schaut das aus, wenn so ein Film ins Kino geht ???


    mfg aus Wien

    Alfred

  • So - hier setze ich wieder mit meinem Lieblingsthema fort.

    Das wird von vielen Filmemachern gerne ignoriert - allerdings nur von Amateueren und Prosumern, der Mischform zwischen Anateur und Profi.

    Und vielleicht haben sie sogar recht.

    In den letzten 10 Jahren hat sich allerdings viel verändert, und manches weas davor auf Video gedreht wurde, darf aman getrost zum alten Eisen zählen.

    Zuerst wurde von SD mit Zwischenstufen auf Full HD verbessert, wobei zuerst interlaced eingesetzt wurde, erst dann progressive (also ohne Zeilensprungverfahren. Kaum war das in den Haushalten gelandet brachte man "4K" heraus, allerdings, win "echtes" wel da ist die Bildbreite geringfügig größer. Später fand dann eine Diskussion statt und man einigte sich, daß BEIDE Formate $K heissen durften:

    4 K DCI und 4K UHD. die Bildfrewqunz für DCI (= Digital Cinema) wurde mit 24 Bildern vorgeschlagen, jene für UHD mit 25.. 50 Boilder pro Sekunde waren angeköndigt - aber noch nicht lieferbar.

    Die ersten Kameras dieser Spezifikatione waren mit "Rolling shutters" ausgerüstet, welche unter gewissen Bedingungen Bildverzeichnunge bei schnell bewegten Objekten hervorriefen. Man versprach Abhilfe miteles "Global Shutter"-Typen. Diese erwiesen sich als zu teuer und blieben bis heute nur gaz besonders teuren Kameras vorbehalten, dazu kam, daß neuere "Rolling-Shuttertypen den Sensorinhalte schneller auslesen konnten, was die evewntuellen Verzerrungen der Bilder sehr wirksam verminderte....


    Man sollte glauben, daß nun Ruhe sei - aber das ist nicht der Fall. Seit einigen Zeit werden die Kameras mit 10 oder 12 Bit Farbtiefe ausgestattet, was zwar uner normalen Bedingnungen nicht sichtbar ist, allerdings bei exzessivem Colorgrading ein Vorteil sein soll, ebenso wie bei Arbeiten mit Greenscreen. Dazu soll es in naher Zukunft einen eigenen Thread geben. Man sollt sich allerdings nicht zuviel davon erwarten, denn ich werde dort mehr Fragen aufwerfen , als beantworten.


    Aktuell erhebt sich nun die Frage nach einer neuen Kamera - und das ist schwerer als man annehmen sollte.

    Dabei ist selbst meine derzeitige Canon C200 vom Ergebnis her besser als alle Filmkameras der letzten zig Jahre - ausgenommen das 70 mm Format, das aber weitgehend (ich war erstaunt als ich das las) im Verschwinden begriffe ist - aus Kostengründen und aus Gründen des Transports der Filmrollen in die Kinos. Eine IMAX 77 Filmrolle bringt etwa 80 kg auf die Waage.....


    Was stünde noch zur Verbesserung an ?


    Wie gesagt, gibt es derzeit Kameras mit 10, bzw 12 Bit Wiedergabe, wobei 12 Bit nur mit 24, 25 oder 30 Bildern pro Sekunde möglich wäre, 50 oder 50 Bilder funktionieren nur mit 10 Bit. Dazu mehr im Greenscreen Thread.

    MEINE C200 ware dazu im Raw Format in der Lage. Allerdins steht hier im Raw Format nur EIN Chipschlitz zur Verfügung (für SD Karten sind es ZWEI) Das bedeutet, daß hier KEINE SICHERUNGSKOPIE während der Aufnahme möglich ist. Sollte der Chip defekt sein, ist ein Drehtag beim Teufel. Dieses Risiko geht keine professionelle Produktion ein - und muss daher ein teurerers Model kaufen.

    Bei dieser Kamera ist zudem ABSICHTLICH der entsprechende Ausgang gesperrt, der eine Aufzeichnung auf eine Externe SSD Festplatte ermöglichen würde. Eine Bastellösung, von Drittanbietern existiert zwa (von -soweit ich weiss - bislang von 2 Herstellern, aber das ist dennoch ein unkalkulierbares Risiko...


    Somit wäre der Umstieg auf ein Folgemodell nötiog, wenn ich Greenscreen in professioneller Qualität realisieren wollte.


    GBCannon stellt solch eine Kamera um knapp 12.00 Euro zur Verfügung, allerdings ohne Optik (hab ich) und mit extra zu erwerbendem OLED

    Sucher Dazu hat die Kamera einen neuen Sensor, der jeweils unabhängig voneineander ein Bild einfängt, eimal mit hoher, eineml mit geringerer Empüfindlichkeit und die Beiden Bilder miteinander kombiniert, was einerseits das Clipping in den hellen Bereichen vermindern soll ("ausgefressene" Lichter) andrerseits das Bildrauschen im dunklen Bereich verhindert. So kommt ein Dynamikbereich (laut Canon) von über 16 Blendenstufen zustande - so man RAW einsetzt, im anden Fall ca 14 Blendenstufen. Auch nicht schlecht - aber etwa der Level anderer Kameras um siw 10.000 Euro.

    Die teurerer Canon C 500 MKl II hat das nicht, vermutlich lässt sich das auf dem größeren Sensor (echtes Vollvormat) nicht realisieren.

    Der Sensor ist wir gesagt größer (größer als beim üblichen Kinofilm) und ausserdem hat das Din 5,9 K. Das ist beachtlich - aber 18500.-- Euro sind das auch - vor allem dann, wenn man weiß, daß die 8K PCS schon in den Startlöchern scharren und Black Magib einen 12 K!! Computer für 12.000 Euro am Markt gebracht hat. Der hat aber dafür keinen Vollformat Sensor und seine Lowlight-Daten sind bestenfalls durchschnittlich.


    Ein weiteres Zauberwort ist HDR. Auch meine C 200 hat das bereits eingebaut. Allerding ist es schwierig zu bewerten, denn es gibt hier verschiedene Normen - und die Hersteller der Fernsehgerät halten sich hier ziemlich bredekt. Jeder Hersteller hat eine eigenes Repertoir von selbsterfundenen technischen Ausdrücken auf Lager, die eher beschönigend als informativ sind. Erst 2 Jahre nachdem man ein Gerät erworben hat findet man dann irgendwo im Internet Berichte, wo die einzelnen Technologien erklärt und verrissen werden - und so erfährt man in jedem Falle warum man das schlechteste Gerät erworben hat. Glücklicherweise wird nichts so heiss gegessen wie es gekocht wird.

    Und die Influencer sind in der Tat gefährlich. Dazu aber wieder eine eigenen Threadserie....


    mfg aus Wien

    Alfred

  • Danke wie immer für "Deine Sicht auf die Dinge".


    Bin schon gespannt auf Deinen Beitrag und die Fragen zum Thema "Greenscreen".

    Lg
    Filmkünstler


    Alle meine Beiträge stellen meine subjektive Sicht auf das jeweilige Thema dar.

    Die weibliche Form ist der männlichen Form gleichgestellt. Lediglich aus Gründen der Vereinfachung und leichteren Lesbarkeit wird die männliche Form gewählt.

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