Usere A- Camera: Canon C200

  • Seit einiger Zeit ist die Canon C200 uinsere A Camera, die wir bei diesem Film einsetzen

    Viel wurde geschrieben über dies Camera, Positives und Negatives, und aus meiner Sicht gelegentlich auch Falsches.

    Ich werde einiges SUBJEKTIVE schreiben, ohne daurauf zu bestehen recht zu haben.


    Es ist ja auch eine Frage woher man kommt, aus dem Profibereich oder Ob man von einem Digitalen henkelmann mit kleinerem Sensor kommt.

    So wird auch das Gewischt und Handling anders bewertet.


    Ebenso ist es mit dem was gemeinhin als "Bildqualität" bezeichnet wird.


    Und hier komme ich zum ersten Punkt, der Bildqualität.

    Und die Tester sind schnell mit Urteilen zur Hand und kommen zu durchaus unterschiedlichen Ergebnissen..


    Beginnen wir bei der Schärfe:


    Wer von Sony oder Panasonikc kommt, dem wird die Bildschärfe im ersten Augenblich vielleicht eher bescheiden vorkommen

    Aber die Begründung ist hier ganz einfach. JEDER Kamerahersteller hat eine andere Vorstellung von "naturgetreuer" Schärfe und stellt die NULL (oder Neutral-)Position dementsprechend ein.

    Diese Voreinstellung ist vom User her bei dieser Camera korrigierbar - und zwar ziemlich großzügig.


    Ich persönlich habe nur geringfügig nachgeschärft (+10) und Schärfe den Rest dann in der Post. Ich bin eher ein Anhänger des superscharfen Bildes als einer der "cinematischen Weichheit" Mag sein daß sich das noch ändert. oder daß ich einzelnen Filmen ein unterschiedliches Schönheitsideal verpasse.


    Die Kamera ist ja ein Chamäleon, sie verfügt über zwei unterschiedliche Aufzeichnungsmodi, nämlich MP4 und Canon RAW light.


    Darüber ist viel geschrieben worden, und ich werde vermutlich auch noch einiges dazu schreiben.

    Ich nehme im mp4 Code auf , ein 8 bit Code mit 150 MBps. in UHD Auflösung 3840 mal 2160 Pixel und möchte feststellen,, daß der Unterschied zu 10 oder 12 Bit Cod (RAW Ligth) bei weitem nicht so gravierend ist, wie in zahlreichen Tests behauptet.

    Genau genommen - so behaupte ich - ist der Unterschied so gut wie nicht sichtbar, weder im unmittelbaren Vergleich, und schon gar nicht im Blindtest.


    Man darf nicht ausser Acht lassen, daß ll die hochgelobten 1 Zoll Sensor Kameras ebenfalls mit mp4 oder vergleichbaren Codecs arbeiten.


    Wenn man exzessives "Colorgrading" - als die bewusste Verfälschung der Originalfarben betreibt, denn mögen im 8 Bit Verfahrten Artefakte und Störungen auftreten.


    Ich habe das gestetet - man muß schon ziemlich heftig "graden" bis da relevante Qualitätsminderungen zu sehen sind

    Das Fernsehen verlangt heute zumindest 10 Bit Material, vermag aber bislang nur in 8 Bit zu senden.


    Der 8 Bit Modus ist quakitativ wunderbar und ist enorm speichersparend.

    Ich fahre mit 50 Bildern pro sekunde, nachdem die Kinoindustrie seit beinahe 100 Jahren 24 Bilder Pro Sekunder verwendet, und das Fernsehen 25 Bilder (interlaced)

    Was gewinnen wir hier ?

    Im ersten Agenblick nicht viel.

    Lediglich schnell bewegte Objekte und bei Schwenks ist das Ruckeln sichtbar geringer. Da ich keine Actionfilme drehe wäre es eigentlich nicht notwendig - aber es kostet schliesslich (fast) nichts.


    Ein Vorteil gegenüber den 1 Zoll großen Sensoren, den der Super 35 Sensor bietet ist das bessere Lowlight verhalten.

    Ein weiter Vorteil wäre thoretisch der geringere Tiefenschärfenbereich. Anfangs war ich über den geringen Unterschied ein wenig enttäuscht.

    Wie das ? Nun , das Canon Kitobjektiv F4 -24-105 mm mit seiner akzektablen, aber keineswegs überragenden Offenblende bringt die Freistellung durch geringe Tiefenschärfe nur in relativ großen Räumen, im Freien und bei Nahaufnahmen eindrucksvoll zustande, vor allem, da ich die Offenblende meide wie die Pest und mit 5.7, 6,3 oder 7 arbeite - wenn möglich.


    Der erwartete Vorteil stellt sich indes erst bei Verwendung lichtstärkerer Objektive ein.

    Dazu mehr in einem meiner nächsten Beiträge.


    LG

    Alfred

  • Ich liebe diese Kamera von Tag zu Tag mehr und gestehe, daß ich nur einen Teil ihrer Möglichkeiten ausnütze


    Eigentlich wollte ich diesen Thread fortsetzen, indem ich hier beschreibe, was die Kamera alles NICHT kann

    Das ist für den gehobenen Amateur gedacht, der von erstklassigen Henkelmännern kommt und im Wust der Technischen Daten fehlende Features übersieht, daß er dann vielleicht enttäuscht ist

    Hier nur das Wichtigste:


    Die Kamera verfügt über KEINE Belichtungvollautomatik im gewohnten Sinne

    (und das ist auch gut so - Über die BElichtuingstaste für einmalige Autoeinstellung schreibe ich zu einem späteren Zeitpunkt)


    Die Kamera verfügt über KEIN Motorzoom

    (Mir persönlich geht das überhaupt nicht ab, denn ich zoome so gut wie nie, und wenn ausnahmsweise doch, dann sowieso immer mit der Hand)


    Die Kamera verfügt über keinen eingebauten Bildstabilisator

    Bildstabilisierung muß durch das jeweils verwendete Objektiv bereitgestellt werden, aber viele Herstelle (z. B. Sigma, dessen Objektive ich als schärfer als jene von Canon empfinde - dazu später andernorts mehr) beuen in ihre Objektive keine Bildstabilistaor ein.

    Hier hilft dann nur ein STABILES Stativ.

    Wie überrasch war ich, als ich bei mir daheim (Altbau mit schwingenden Fußböden) bei Verwendung des 50 mm Canon Objektivs 1.8 stellenweis ein leichtes Zitterm im Bild sah (kann mit Edius nachstabilisiert werden)

    Ich verwende dieses Fixobjektiv gerne, da es #IMO eine schönere Abbildung liefert, als das "Kitobjektiv" von Canon F 4: 24-105

    (das aber nicht schlecht ist)

    Starre Brennweiten sind eben tendenziell geringfügig- aber sichtbar - besser als "normale" Mittelklassezooms.

    Zudem verfügt das 50 MM F 1,8 (Canon "Joghurtbecher")über 2 und eine drittel Blende mehr Licht (= ca 5mal mehr licht als F4,0 !!!)


    Aber heute hat mich eine Meldung - ein Zubehör eines Fremdherstellers betreffend - vom Hocker gehauen, welches die Herzen vieler C200 höher wird schlagen lassen

    Darüber berichte ich vermutlich erst morgen...


    mfg aus Wien

    Alfred

  • Wie schon gestern angekündigt, berichte ich heute über ein Zusatztool eines Fremdanbieters für die C 200

    Ein oft gehörter Kritikpunkt sn dieser Kamera war, daß sie das Format Raw Light nur auf die teuren CFast II Karten intern aufzeichnen kann

    Eine kostengünstiger Lösung auf externe Recorder ist nicht möglich

    Canon hat dies vermutlich bewusst unterbunden um so die teurere, aber technisch ältere C300 zu schützen.


    Seit einiger Zeit gibt es einen Zusatz, der es ermöglicht, den CFast Slot auszulesen und auf einen externen Recorder aufzuzeichnen,

    Dies Lösung ist IMO indes problematisch, da sie mit Garantieverlust verbunnden ist, denn man muss die Verschlußklappe füt die CFastII Karte entfernen. Ausserdem wird eine zusätzliche exteren Stromversorgung benötigt.


    Es gibt nun aber eine NEUE Lösung, wo die Daten ebenfalls mittels eines CFast II Dummies ausgelesen werden, allerdings mit folgenden Unterschieden:


    Die Klappe muss nicht entfernt werden, sondern kann sogar normal geschlossen werden

    Die Stromversorgung ist intern.


    Es gibt somit KEINEN Umbau an der Kamera.


    Wie gut das funktioniert, das kann ich von hier aus nicht sagen und ich werde abwarten


    https://www.youtube.com/watch?v=NRSekff4U0g


    mfg aus Wien

  • Warum schreibe ich hier eigentlich so viel über Technik ?

    Wir sind kein "Video-Harware-Forum" sondern bleiben bei unsererer Ausrüstung und ihren Möglichkeiten

    Aber wir wollen versuchen einen Pool an Amateur- "Mitarbeitern" für unsere Projekte zu begeistern.

    Das Wort "Amateurfilm" hat einen gewissen Beigeschmack von "Dilletantismus" und "unprofessionell"

    Und natürlich stimmt das prinzipiell auch - wir sind eben keine Profis - und wir zahlen keine Gagen.

    ABER die Technischen Möglichkeiten sind heute für engagierte Amateure so fortgeschritten, daß jede kleine Filmproduktione vor einigen Jahren nur davon hätte träumen können. Und ich erinnere mich, als ich das erste mal in den mittleren SechzigerJahren als Schüler bei einem 16mm SW-Film fürs Schulfernsehen eine winzige Rolle spiele durfte, wie mich das alles begeistert hat; Die surrende Arriflex Kamera, die "Jupiterleuchten", die damals neu am Markt befindliche "Jodquarzlamoe" (Halogenleuchte), die von den Fernsehleuten damals "unsere japanische Sonne" genannt wurde. Der Film war stumm und wurde ähnlich wie eine Wochenschau - kommentiert.

    etwa 3-4 Jahre später kam ich wieder zum Einsatz. Es war wieder eine 16 mm Arri - diesmal geblimpt im Einsatz, das Riesige gehäuse war furchterregend, die Kamera war lautlos. Nur das riesige, böse, gläserne Auge war auf einen gerichtet. Irgend ein Regisseur hat vor einiger Zeit gesagt, es sei, wie "dem Tod ins Auge zu sehen" - Ich habe das damals in der Tat so empfunden. Viele Scheinwerfer, ein Mikrophongalgen über mir, denn es war Liveton, der mit einem sündteuren Tonbandgerät (Nagra) aufgezeichnet wurde

    Obwohl es noch keine Farbfernsehen gab - aber es lag in den Startlöchern - wurde damals schon in Farbe aufgezeichnet.


    Ich war damal vom Medium Film und der Technik so fasziniert, daß ich Filme machen wollte.

    Leider waren die technischen Möglichkeiten für den Amateut beschränkt und ich war mir den Resultaten stets unzufrieden.

    Dazu kam, daß es schwer war Mitspieler zu begeistern ür einen ruckelnden (leicht) flimmernden 8mm Film, der dann maximal auf 1.50 bis 2 Meter Breite projiziert werden konnte, ohne wirklich brauchbaren Ton. Das Wiederholen einer missglückten Stene war für Amateure eine finanzielle Herausforderung. $Minunten Film in Falbe kosteten etwa 100 öS, das wären heute ca 7 Euro - auf eine Stunde umgerechnet wären das ca 100 Euro - wertberichtigt etwa 1000 Euro - wobei natürlich nichts gelöscht werden konnte, Film war eine Einwegware.


    Erst seit einigen Jahren ist es so, daß Amateurequipmnet jenem der Profis nur marginal nachsteht, so man keine Spetialeffekte einsetzen möchte,

    Und genau solche "Freaks" möchte ich mit meinen Beschreibungen "ködern"

    Amateurfilm - aber mit einem Hauch von professioneller Technik....


    DAs historische Equipment steht heute im Muiseum -

    unsere Ausrüstung ist wesentlich leistungsfähiger...


    mfg aus Wien

    Alfred


    https://3f-museum.de/wp-conten…io-universal-16-blimp.jpgarri-studio-universal-16-blimp.jpg

























    https://forum2.magnetofon.de/b…88-vorstellung-nagra-4-2/

    Nagra_4_2.jpg

  • Und nun gibbt es die Frage: Wie gut ist das "PROFI Einsteigermodel" Canon C 200 im Vergleich zu den "Besten"

    Canon C 2oo hat - von der Auflösung mal abgesehen - 2 Modi: Einen 8 Bit Modus mit 16 Millionen Farbnuancen und einen Raw-Light Modus in 10 Bit mit ca 1 Milliiarde Farben Farben und einen 12 Bit Modus - mit was weiß ich wie viele Farben, wobei der Unterschie marginal bis unsichtbar ist - solange man nicht stärkere Veränderungen an den Farben einstellt. Ich arbeite derzeit im 8 Bit Modus, weil es vor allem eine Frage des Speicherbedarfs und teurer Chipkarten ist.

    Den Vergleich 8 vs 10 oder 12 Bit werde ich demnächst zeigen. entweder ich verlinke auf das ebntsprechende Demo Matereial oder ich mache selbst ein Demo.


    Heute geht es aber um etwas anderes, namlich um die Frage; Wie schlägt sich diese 8000 Euro Camera (ohne Objektiv und Speicher) gegenüber der "Elite"

    Hier wird gern die ARRI Alexa Mini ins Spiel gebracht, die preislich in einer ganz anderen Liga spielt.

    An sich ist es vermessen die beiden Kameras miteineander zu vergleiche, Dennoch wird es immer wieder getan

    Da die Farbwiedergabe der beiden Kameras geringügig aber doch differriert, wir in Rahmen solcher Tests die "Zweitkamera" - an die ARRI Allexa mini

    mittels Da Vinci Resolve angeglichen

    hier nun mehrere Vergleichsaufnahmen, wobei vorerst nicht gesagt wird welche Aufnahmen von welcher Kamera sind.....

    Viel Vergnügen


  • Wozu schreibe ich eigentlich über die Kamera ? Sie ist nun mal da und wir müssen mit ihr leben.

    Ich gestehe daß ich ausgesprochen gerne mit ihr lebe.

    Ich schreibe auch gerne über das Thema - und zwar auis mehrerern Gründen:


    a) Ich liebe diese Kamera

    b) Ich möchte versuchen Technikfreaks für unsere Projekte zu begeistern, Leute, die gern mal so eine Kamera im Einsatz sehen wollten, er ihnen aber bislang nicht möglich war

    c) weil soviel widerspröchliches über diese Kamera geschrieben wurde (und IMO auf viell falsches)

    d) weil viele der "Testbeispiele" (bei mir) den Eindruck hinterliessen, sie wären von der Konkurrenz gesponsert.


    Natürlich gibt es auch Kritikpunkte.


    Ich werde meine SUBJEKTIVEN Gedanken in den nächsten Beiträgen dieses Threads festhalten, ohne Anspruch auf absolute Neutralität oder jenam auf 100%ige Richtigkeit.


    mfg aus Wien

    Alfred

  • Beginnen wir mal mit Behauptungen über die Bildqualität


    Sie sind naturgemäß sehr individuell.


    Man hört die Behauptung, daß die Kamera nicht so gut auflöst es man es von einer 4 K Kamera erwartet hätte.

    Man hört hingegen aber auch, daß die Bildqualität erstaunlich sei.

    Man hört, daß der 8 Bit Modus weicher und kontrastärmer sei, als der Law-Light Modus

    Man hört, dass der Qualitätsunterschied enorm sei

    Man hört daß unter normalen Umständen kein Qualitätsunterschied zu sehen sei.

    Man hört von den vorzüglichen Low Light Fähigkeiten der Kamera,

    dann wieder von stark auftretendem Bildrauschen, etc etc.

    Hier ist IMO viel vom Können des Operators und des Koloristen abhängig

    (was nicht heissen soll, daß ich mit mir selbst in allen Fällen zufrieden bin - aber dazu später)

    Man sieht hervorragende Beispielvideos, dann wieder absolot Intolerables, wie beispielsweise schlecht gegradetes Raw-Light Material

    oder ein Herumgehopse des Kameramannes, daß den (ans sich gutmütigen) Rolling-Shutter Senso an seine Grenzen bringt.


    Die Ansprüche und Bewertungen sind teilweise sehr unterschiedlich, je nachdem aus welchem Lager der "Rezensent" dieser Kamera herkommt.

    Aus dem Amateur- oder Profi-Lager.


    "Mankos" werden von beiden Seiten immer wieder festgestellt (übrigens bei jeder Kamera) - und sie sind durchaus unterschiedlich.

    Ich habe mich im Laufe meiner über einjährigen "Zusammenarbeit" mit dieser Kamera mit ihren "Eigenheiten", bzw den Eigenheiten des Formats an sich vertraut gemacht, erlebe aber immer wieder "Überraschungen" - meist positiver Natur......


    Ich habe versucht, die "Amateurliga" der "Profiliga" gegenüberzustellen - und mir (erwartungsgemäß) in beiden Lagern Feinde gemacht.:P


    mfg aus Wien

    Alfred

  • Wenn sich ein Amateur, von Full HD her kommend eine 4 K Kamera kauft, dann wird er mit einigen Eigenheiten konfrontiert:

    Auf der Plus Seite wäre da die überlegene Schärfe

    Auf der Negativseite der "Rolling Shutter", der zwar bei Full HD progressiven Kameras auch vorhanden ist, aber auf Grund der geringeren Pixelanzahl kaum ins Gewicht fällt.

    Meine erste 4K Kamera ,SONY AX 100 E hatte einen Rolling Shutter, wo die negativen Aspekte dieser Technologie IMO sehr ausgeprägt waren. Schnelle Ojekte, (zb. Eisenbahnzug oder Auto etc) die horizontal durch die Szene fahren, werden sehr stark verzerrt. Das war schon bei der später angeschafften Panasonic HC X 1 wesentlich schwächer ausgeprägt, die kostete aber damals schon das dreifache, nämlich an die 3000 Euro (Liegt inzwischen bei ca 2500)

    Die HC X 1 würde ich als hervorragende Run and Gun Kamera bezeichnen, die in einigen Punkten angenehmer zu bedienen ist als die Canon C 200, allerdings auch "weniger kann". Nein- das stimmt in dieser Form eigentlich nicht, sie kann teilweise sogar mehr (Motorzoom Belichtungsautomatiken)

    Was zeichnet die Canon C 200 gegenüber ihren kleineren Schwestern eigentlich aus ?


    Fortsetzung folgt


    mfg aus Wien

    Alfred

  • Vielleich ist die Frage im Vorigen Beitrag falsch formuliert_

    Was "unterscheidet" die C 200 von ihren "kleineren Schwestern - das sind jetzt die kleineren und grösseren Camcorder gemeint, wobei die C 200 - nimmt man die Definition "Verbindung von Cavera und Recorder in einem Gehäuse" als Grundlage" - "eigentlich" auch ein "Camcorder" ist

    Aber natürlich ist sie das nicht.


    Fassen wir es allgemein zusammen:

    Da wäre zunächst der Super 35 Sensor.

    Canon hat der C 200 den Sensor der C 700, dem Flaggschiff der Canon-Cinecameras spendiert (zumindest wurde das behauptet)

    und der ist IMO ganz hervorragend - offensischtlich sehr schnell und der "Rolling Shutter Effekt ist in der Praxis kaum merkbar.


    Und damit sind wir beim Sensor, bzw der Sensorgröße- Und die hat Konsequenzen (gilt für alle Kinokamerasmit dieser Sensorgröße)

    Der Super 35 Sensor hat in etwa die Größe des Bildfensters einer "klassischen" Kinokamera für 35 mm Kinofilm.

    Was bedeutet das in der Praxis ?

    Zum einen, daß das Bildergebnis, bei gleicher Blende, von der Tiefenschärfe her, quasi identisch miit dem einer klassischen Kinokamera ist.

    Kleinere Camcorder haben in der Regel auch kleinere Sensoren. Immerhin ist sogar der relativ große 1 Zoll sensor noch erheblich kleiner als das S35 Format, von noch kleineren Modellen ganz zu schweigen.


    Nun könnte man annehmen, der große Sensor wäre auf der ganzen Linie von Vorteil. Das kann man von verschiedenen Standpunkten aus betrachten.


    Ein kleiner Sensor hat andere Eigenschaften.


    Zunächst einmal benötigt er kürzere Brennweiten um den gleichen Bildausschnitt zu zeigen wie ein "großer" Sensor.


    Das hat Konsequenzen.

    Gleiche Blende vorausgesetzt, hat die kleinere Kamera bei gleichem Bildausschnitt mehr Tiefenschärfe

    Ideal für den Urlaubsfilmer, denn das Einstellen der Schärfe ist unkritischer (auch für den Autofocus)

    ABER eine "Freistellung" des Hauptmotivs (Scharfes Hauptmotiv - unscharfer Hintergrund ODER Bildwichtiger Hintergrund - unscharfer Vordergrund)

    ist quasi nicht realisierbar. Aber genau hier ist ein wichtiger Punkt, der von vielen als einer der Parameter eines "Kinofilm-Looks" empfunden wird.


    Zudem - und das wird bei den immer wieder zu sehenden Vergleich Brennweite/Kamara- bzw Sensorformat meist unterschlagen

    können wir durch die Wahl einer geeigneten Brennweite zwar den Bildausschnitt einigermaßen angleichen - nicht aber die Perspektive.

    Soll heissen, daß die Perspektive bei kleineren Sensoren ausgeprägter ist. Für Großaufnahmen von Gesichtern ein veritables Desaster, es sei denn man möchte ABSICHTLICH den Darsteller unvorteilhaft abbilden.


    Der kleinere Sensor hat üblicherweise - nicht wie man anzunehmen geneigt ist - eine geringere Schärfe - sondern typischerweise geringere Lowlight Fähigkeiten.

    und er ermöglicht die Verwendung von relativ kleinen Zoomobjektiven mit großem Brennweitenbereich.


    Der S35 Sensor verfügt über Freistellungsmöglichkeiten, ist aber durch sein Format und die daraus zu verwendenden Brennweiten an Objektiven kritischer in der Fokussierung. Dazu mehr beim Thema "Autofocus"


    auch zut (blendenabhängigen) Schärfentiefe folgen noch Anmerkungen


    Fortsetzung folgt


    Alfred

  • Und nun ist die Kamera mit dem üblicherweise als "Kit-Objektiv" angebotenem Zoom 24-105 mm da- Und man macht seine ersten Erfahrungen.

    Das Objektiv hat eine durchgehernde Blende von F 4.

    In der Praxis ist das brauchbar - aber nicht überragend.

    Zum einen ist das Objektiv als Zoom-Objektiv typischerweise weder ein Meister des Kontrasdts noch der Super-auflösung.

    Auf der anderen Seite ist die Freistellung nur im Freien (oder sehr gro0en Räumen) möglich. Es gibt auch im normalen Wohnraum bei weitgehend offener Blende ein Absinken der Schärfe zum Hintergrund hin - aber eben sehr wenig ausgeprägt. Zudem muß man mehr oder weniger mit Offfenblende (F 4) arbeiten, und hier ist die Auflösung noch nicht besonders ausgeprägt. Die Schärfeleistung des genannten Objektivs ist ab ca Blende 7 (= ca 1 und zwei drittel Blenden kleiner als Offenblende)

    recht gut, aber der Freistellungseffekt ist dann weg - oder recht gering. Das mag ein falsches Bild von der Kamera vermitteln, aber die hatt aben aus gutem Grund die Möglichkeit Spezialobjektive einzusetzen.

    Hier gehören vor allem Festbrennweiten erwähnt.

    Setzt man diese ein, so werden in Punkto Schärfe und Kontrast einerseits und in Punkto "geringe Tiefenschärfe" keine Wünsche offen bleiben - und die Kamera zeigt sich von ihrer starken Seite.

    Dies Fixbrennweiten sind üblicherweise schärfer in der Abbildung, soll heissen sie lösen besser auf, haben idealerweise weniger optische Fehler als Zoomobjektive und sind zudem meist noch lichtstärker. Hier ist IMO die Sigma ART Serie federführend.


    Diese Objektive zeichnen sich allerdinges durch 3 negative Eigenschaften aus, die man in Kauf nehmen muß


    1): Der Preis

    Solch eine Fixbrennweite in dieser Qualität kostet üblicherweise zwischen 1000 und 1500 Euro.


    2): Das Gewicht und Volumen

    Meine Extremweitwinkelobjektive sind oft größer als das weiter oben erwähne Canon Zoom.


    3):Sie besitzen keinen Stabilizer.


    4) Die Autofocusfunktion ist weniger exkt als beim Canon Originalobjektiv

    (hier muß ich mich auf immer wieder Gehörtes verlassen, denn ich nutze die Atofocus Funktion nur selten)


    Der langen Rede Kurzer Sinn ist, daß mit geeigneten Objektiven die Canon C 200 ausgezeichnete Schärfe abliefert - IM auch im 8 Bit Modus - wo ich allerdings ein wenig nachschärfe. Über die Notwendigkeit oder Unart des Nachschärfens zu einem späteren Zeitpunkt vielleich in einem anderen Threadm wo es um grundsätzlche Betrachtungen über "Filmästhetik" gehen soll.


    mfg aus Wien


    Alfred

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